Das Wichtigste vorweg
Ein SEO-Dashboard in Looker Studio, das seit April 2026 wieder Data Studio heißt, kostet nichts und braucht nur zwei Datenquellen: Search Console und Google Analytics 4 [1][2]. Mit fünf Kennzahlen, einem eigenen Kanal für KI-Assistenten und einem festen Zeitvergleich siehst du jeden Monat, ob deine Website über Google und KI-Antworten gefunden wird [3][4]. Das wird wichtiger, weil externe Ranking-Tools zurzeit lückenhafte Daten liefern [5].
01 / Warum ein eigenes Dashboard
Warum eigene Daten gerade wichtiger werden.
Seit Mitte September blockiert Google Scraper und Tracking-Tools offenbar erfolgreicher als vorher. Search Engine Roundtable berichtet, dass etwa Sistrix seine Datenerhebung nur noch mit reduzierter Rate betreibt [5]. Sistrix schreibt dort, Google ändere die Auslieferung der Suchergebnisse seit rund einem Jahr in hohem Tempo [5].
Für kleine Firmen heißt das: Sichtbarkeitswerte aus externen Tools sind eine Schätzung, die gerade wackelt. Die Daten aus deiner eigenen Search Console und deinem Google Analytics stammen dagegen direkt von Google und von deiner Website. Sie zeigen echte Impressionen, Klicks und Besuche (Einschätzung). Warum ich selbst auf eigene Daten statt teurer Tool-Abos setze, steht in OpenSEO mit KI.
Ein Dashboard bündelt beide Quellen auf einer Seite. Du musst nicht mehr zwischen zwei Oberflächen springen, und du kannst den Bericht mit Kollegen oder deiner Agentur teilen.
02 / Looker Studio heißt jetzt Data Studio
Looker Studio oder Data Studio: Was ist der Unterschied?
Keiner, es ist dasselbe Werkzeug. Google hat Looker Studio im April 2026 wieder in Data Studio umbenannt, also in den Namen, unter dem das Tool 2016 gestartet war [1][2]. Die Adresse lautet jetzt datastudio.google.com [1]. Bestehende Berichte, Datenquellen und Freigaben wurden laut PPC Land automatisch übernommen [2].
Die Grundversion bleibt kostenlos [1][2]. Daneben gibt es Data Studio Pro für Teams mit zusätzlichen KI-Funktionen und Verwaltung über Google Cloud [2]. Für ein SEO-Dashboard eines kleinen Betriebs reicht die kostenlose Version (Einschätzung). Weil die meisten Anleitungen und Suchanfragen noch den alten Namen verwenden, nenne ich beide.
03 / Datenquellen
So verbindest du Search Console und GA4.
Die Verbindung zur Search Console legst du so an: In Data Studio auf „Erstellen“ › „Datenquelle“, den Search-Console-Connector wählen, den Zugriff autorisieren und die Website auswählen [3].
Dabei gibt es eine Stelle, an der viele stolpern. Der Connector bietet zwei Tabellen an: Impressionen auf Website-Ebene und Impressionen auf URL-Ebene [3]. Google empfiehlt, für beide eine eigene Datenquelle anzulegen und sie im selben Bericht zu nutzen [3]. Die Website-Tabelle nimmst du für Gesamtzahlen, die URL-Tabelle für die Auswertung einzelner Seiten. Die Zahlen beider Tabellen weichen voneinander ab, weil Google sie unterschiedlich zählt; das ist kein Fehler (Einschätzung).
Noch ein Hinweis zu Suchanfragen: Aus Datenschutzgründen zeigt Google nicht alle Suchbegriffe. Seltene oder sensible Anfragen fasst Data Studio unter Umständen in einer Zeile ohne Wert zusammen [3]. Das ist normal und kein Datenverlust auf deiner Seite.
Als dritte Datenquelle kommt deine GA4-Property dazu. Data Studio bietet dafür einen eigenen Google-Analytics-Connector. Wer schnell starten will, findet in der Vorlagengalerie fertige Berichte für die Search Console [3].
04 / Kennzahlen
Fünf Kennzahlen, die für kleine Websites reichen.
Ein gutes Dashboard beantwortet wenige Fragen auf einen Blick. Ich baue für kleine Firmen meist eine Seite mit diesen fünf Elementen (Einschätzung aus meiner Praxis):
- Klicks und Impressionen aus der Google-Suche als Zeitreihe, Website-Tabelle. Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position sind die vier Messwerte der Search Console [6].
- Marke und Nicht-Marke getrennt: Ein Filter auf die Suchanfrage, der deinen Firmennamen enthält oder ausschließt. So siehst du, ob neue Kunden dich über Themen finden oder nur Bestandskunden über den Namen.
- Top-Seiten aus der URL-Tabelle mit Klicks und Klickrate. Seiten mit vielen Impressionen und wenig Klicks sind Kandidaten für bessere Titel und Beschreibungen.
- Besuche nach Kanal aus GA4, inklusive eines eigenen Kanals für KI-Assistenten (siehe nächster Abschnitt).
- Anfragen oder Käufe als GA4-Schlüsselereignis, zum Beispiel Kontaktformular, Anruf-Klick oder Kauf.
Für alle Diagramme stellst du den Vergleichszeitraum auf „Vorjahr“ oder „vorheriger Zeitraum“. Ohne Vergleich lässt sich eine Zahl kaum bewerten. Bei saisonalen Geschäften ist der Vorjahresvergleich aussagekräftiger (Einschätzung).
05 / KI-Traffic
So machst du Besuche aus ChatGPT und Co. sichtbar.
Besuche aus ChatGPT, Gemini, Copilot, Claude oder Perplexity landen in GA4 standardmäßig oft unter „Referral“. Google beschreibt in der Analytics-Hilfe selbst, wie du dafür eine benutzerdefinierte Channelgruppe mit einem Kanal „KI-Assistenten“ anlegst [4]:
- Neue benutzerdefinierte Channelgruppe anlegen oder eine bestehende bearbeiten.
- Einen Kanal „KI-Assistenten“ erstellen, Bedingung „Quelle entspricht regulärem Ausdruck“, mit einem Muster für die Adressen der Assistenten. Google nennt dafür ein Beispielmuster [4].
- Den neuen Kanal in der Reihenfolge über „Referral“ schieben, damit GA4 ihn zuerst prüft [4].
Benutzerdefinierte Channelgruppen wirken laut Google auch rückwirkend auf deine Berichte [4]. In Data Studio nutzt du die neue Gruppe dann als Dimension in einem Balken- oder Zeitreihendiagramm. Seit Gemini UTM-Parameter an Links hängt, kommen manche Besuche zusätzlich mit Kampagnenangaben an; wie du die trennst, steht in Gemini setzt UTM-Parameter.
Ergänzend lohnt der Blick in den KI-Bericht der Search Console, den ich in KI-Bericht und KI-Opt-out in der Search Console erklärt habe.
SEO-Dashboard in drei Schritten
01
Datenquellen
verbinden
02
Fünf Kennzahlen
anlegen
03
Monatlich
vergleichen
Eine Seite, die du wirklich ansiehst, schlägt zehn, die du nie öffnest.
Reporting
Soll ich dir das Dashboard einrichten?
Ich verbinde Search Console und GA4, lege den KI-Kanal an und baue dir einen Bericht mit den Kennzahlen, die für deinen Betrieb zählen. Danach erkläre ich dir, wie du ihn jeden Monat liest.
FAQ
Häufige Fragen zum SEO-Dashboard.
Funktionieren meine alten Looker-Studio-Berichte noch?
Ja. Berichte, Datenquellen und Nutzer wurden bei der Umbenennung automatisch übernommen [2].
Kostet Data Studio etwas?
Die Grundversion ist kostenlos [1]. Nur Data Studio Pro ist kostenpflichtig [2].
Warum stimmen die Klicks im Dashboard nicht mit der Search Console überein?
Häufig ist die falsche Tabelle gewählt. Website- und URL-Impressionen werden unterschiedlich gezählt, deshalb empfiehlt Google zwei getrennte Datenquellen [3].
Quellen
Quellen
- Google Cloud Dokumentation: „Welcome to Data Studio“ (Abschnitt „Looker Studio is now called Data Studio“) – docs.cloud.google.com · abgerufen 12.10.2026.
- PPC Land: „Data Studio is back: Google kills Looker Studio name for good“, April 2026 – ppc.land · abgerufen 12.10.2026.
- Google Cloud Dokumentation: „Connect to Search Console“ (Data Studio) – docs.cloud.google.com · abgerufen 12.10.2026.
- Google Analytics Hilfe: „Custom channel groups“ (Abschnitt „Example: AI assistants“) – support.google.com · abgerufen 12.10.2026.
- Search Engine Roundtable (Barry Schwartz): „Google May Be More Successful In Blocking Scrapers & Tracking Tools“, September 2026 – seroundtable.com · abgerufen 12.10.2026.
- Search Console Hilfe: „Performance report (Search results): Overview and basic setup“ – support.google.com · abgerufen 12.10.2026.
Alle Quellen am 12. Oktober 2026 abgerufen. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste.