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3. Oktober 2026

ca. 8 Min. Lesezeit

Google Spam-Update September 2026: So prüfst du in der Search Console, ob du betroffen bist

Das September-2026-Spam-Update läuft noch. So erkennst du in der Search Console, ob deine Website betroffen ist, grenzt Update, normale Schwankung und Tool-Datenfehler ab und vermeidest Panik-Änderungen.

Sebastian Ziermann

18 Jahre Online-Marketing · Beratung & Umsetzung

Inhaberin eines kleinen Online-Shops prüft im Lager auf dem Tablet eine Kurve, die absinkt und wieder steigt – Ranking-Check nach dem Google Spam-Update

In diesem Artikel

Schon eine Aufgabe im Kopf?

Das Wichtigste vorweg

Google hat das September 2026 Spam-Update am 24. September gestartet. Stand 03.10.2026 ist es laut Search Status Dashboard noch im Rollout, Google rechnet mit bis zu zwei Wochen. Ob deine Website betroffen ist, siehst du verlässlich nur in deinen eigenen Search-Console-Daten – nicht in Rank-Trackern und nicht in Volatilitätskurven.

01 / Was passiert ist

Was Google zum Spam-Update bestätigt hat.

Laut Google Search Status Dashboard begann das September 2026 Spam-Update am 24. September 2026 um 9:15 Uhr US-Pazifikzeit, also um 18:15 Uhr deutscher Zeit. Es gilt weltweit und für alle Sprachen. Der Rollout kann laut Google bis zu zwei Wochen dauern [1].

Stand 03.10.2026: noch im Rollout. Im Dashboard steht bisher nur die Startmeldung, ein Abschluss ist nicht eingetragen [1]. Google hat angekündigt, die Seite zu aktualisieren, sobald der Rollout fertig ist [2]. Rechnet man die zwei Wochen voll aus, wäre das etwa der 8. Oktober. Das ist eine Rechnung, kein von Google genannter Termin.

Neu ist vor allem das Tempo. Die drei vorherigen Spam-Updates in diesem Jahr waren laut Dashboard schnell durch: im März nach 19,5 Stunden, im Juni nach gut zwei Tagen, im August nach knapp drei Tagen [1]. John Mueller von Google bestätigte gegenüber Search Engine Roundtable, dass dieses Update wahrscheinlich länger dauert als einige der vorherigen [2]. Google selbst nennt es ein „normales“ Spam-Update. Welche Spam-Arten im Fokus stehen und wie viele Suchanfragen betroffen sind, hat Google nicht gesagt [2].

Laut Berichten von Website-Betreibern, die Search Engine Roundtable gesammelt hat, gab es eine erste Welle vom 25. bis 27. September und eine mögliche zweite Welle am 30. September und 1. Oktober [3]. Bestätigt hat Google diese Phasen nicht. Für dich heißt das: Ein Einbruch an einem dieser Tage ist ein Hinweis, aber noch kein Beweis.

02 / Die Diagnose

So prüfst du in der Search Console, ob du betroffen bist.

Google beschreibt in seiner Anleitung zu Traffic-Einbrüchen, wie du den Leistungsbericht dafür nutzt [4]. Ich habe die Schritte auf das aktuelle Update übertragen. Wenn du dich mit dem Bericht noch nicht gut auskennst, hilft dir mein Beitrag zur Search Console und ihren neuen Auswertungen beim Einstieg.

  1. Erst den großen Rahmen ansehen. Öffne „Leistung → Suchergebnisse“ und stelle den Zeitraum auf die letzten 16 Monate. So erkennst du, ob ein Rückgang jedes Jahr um diese Zeit auftritt, etwa durch Saison oder Feiertage [4].
  2. Vorher und nachher vergleichen. Wähle unter „Datum“ den Reiter „Vergleichen“ und einen eigenen Zeitraum [4]. Ein sinnvoller Vergleich: Freitag, 25.09., bis Donnerstag, 01.10., gegen Freitag, 11.09., bis Donnerstag, 17.09. Beide Zeiträume haben dieselben Wochentage, und der Starttag 24.09. bleibt außen vor.
  3. Klicks und Impressionen getrennt lesen. Sind beide gefallen, kommen die üblichen Ursachen wie Ranking-Verlust in Frage. Bleiben die Impressionen stabil und nur die Klicks sinken, liegt es eher an Titel, Snippet oder auffälligeren Ergebnissen anderer Seiten [4].
  4. Seiten nach Verlust sortieren. Im Vergleichsmodus zeigt die Tabelle „Seiten“ die Differenz der Klicks. Sortiere danach und prüfe, ob die ganze Website verliert, eine Gruppe von Seiten oder nur eine einzelne wichtige Seite [4].
  5. Suchanfragen einzeln filtern. Nimm die Suchanfragen mit dem größten Verlust und prüfe sie in Google Trends. Sinkt die Nachfrage überall, liegt es nicht an deiner Seite [4].
  6. Manuelle Maßnahmen prüfen. Öffne „Sicherheit & manuelle Maßnahmen → Manuelle Maßnahmen“. Hat ein Mensch bei Google einen Verstoß festgestellt, steht er dort und in den Search-Console-Nachrichten [5]. Ein grüner Haken bedeutet: keine manuelle Maßnahme. Ein Spam-Update arbeitet dagegen automatisch und taucht in diesem Bericht nicht auf.

Zusätzlich lohnt ein Blick in die Berichte „Seitenindexierung“ und „Sicherheitsprobleme“ sowie auf Googles Seite zu Datenanomalien in der Search Console. Manchmal steckt hinter einem Knick ein technischer Fehler oder eine Änderung in der Datenverarbeitung [4].

Der Ranking-Check

01

Zeiträume
vergleichen

02

Verlierer-Seiten
finden

03

Ursache
eingrenzen

Erst messen, dann bewerten, dann ändern.

03 / Die Abgrenzung

Spam-Update, normale Schwankung oder Tool-Fehler?

Nicht jeder Rückgang in diesen Tagen hat mit dem Spam-Update zu tun. Drei Fälle solltest du auseinanderhalten.

Drei Muster im Vergleich

Normale Schwankung

Kleine Positionsverluste, etwa von Platz 2 auf 4. Die Klicks sinken spürbar, die Impressionen kaum. Laut Google kann sich das jederzeit wieder umkehren, ohne dass du etwas tust [4].

Mögliches Spam-Update

Deutlicher Absturz für viele Suchanfragen, etwa aus den Top 10 auf Platz 29 [4], zeitlich passend zum Rollout ab 24.09. Häufig betrifft er eine klar erkennbare Gruppe von Seiten (Einschätzung).

Tool-Datenfehler

Der Rank-Tracker meldet einen Einbruch, die Search Console zeigt bei Klicks und Impressionen keinen. Dann stimmt eher die Messung des Tools nicht.

Der dritte Fall ist gerade besonders wichtig. Search Engine Roundtable berichtete am 18. September, dass Google seit etwa dem 13. September offenbar besser darin ist, Scraper und Tracking-Tools zu blockieren. Der Anbieter Nozzle sprach von rund 80 Prozent weniger abrufbaren Daten, Sistrix meldete am 16. September eine reduzierte Datenerfassung [6]. Bestätigt hat Google eine gezielte Sperre nicht. Die Zahl beschreibt außerdem fehlende Messdaten, keine verlorenen Rankings.

Hintergrund: Googles Spam-Richtlinien zählen automatisierte Abfragen, etwa das Auslesen von Suchergebnissen zur Rankingkontrolle ohne Erlaubnis, selbst zu den Verstößen [7]. Die Search Console dagegen misst Google selbst. Für die Frage „Bin ich betroffen?“ ist sie deshalb im Moment die bessere Quelle.

04 / Die Muster

Welche Praktiken Google als Spam einstuft.

Google empfiehlt Websites, die nach einem Spam-Update Veränderungen sehen, die Spam-Richtlinien durchzugehen [8]. Für kleine Unternehmen und Shops sind aus meiner Sicht vor allem diese Punkte relevant:

  • Skalierter Content-Missbrauch: viele Seiten, die vor allem für Rankings entstehen und Nutzern wenig bringen – egal, wie sie erstellt wurden. Google nennt ausdrücklich KI-generierte Seiten ohne Mehrwert, automatisch umformulierte oder übersetzte fremde Inhalte und zusammengestückelte Texte [7].
  • Doorway-Missbrauch: zum Beispiel viele fast gleiche Seiten für einzelne Städte oder Regionen, die alle auf dieselbe Seite leiten [7].
  • Dünne Affiliate-Seiten: Produkttexte und Bewertungen, die unverändert vom Händler übernommen sind, ohne eigenen Mehrwert [7].
  • Linkspam: gekaufte Links ohne rel="sponsored" oder rel="nofollow", übertriebener Linktausch oder Gastartikel mit optimierten Ankertexten [7].
  • Gehackte Inhalte und Nutzer-Spam: fremde Seiten, versteckte Links oder Spam in Kommentaren und Foren. Das passiert oft, ohne dass du es merkst [7].

Der letzte Punkt wird leicht übersehen. Wenn in der Search Console plötzlich Seiten oder Suchanfragen auftauchen, die nichts mit deinem Angebot zu tun haben, prüfe zuerst, ob deine Website kompromittiert ist. Wie das bei WordPress aussehen kann, habe ich im Beitrag zur Sicherheitslücke Click2Shell beschrieben.

Wer mit KI Texte erstellt, ist nicht automatisch betroffen. Entscheidend ist laut Google, ob Seiten massenhaft für Rankings produziert werden und Nutzern kaum etwas bringen [7]. Gut recherchierte, geprüfte Inhalte sind auch für die Sichtbarkeit in KI-Antworten die bessere Grundlage, mehr dazu unter GEO-Optimierung verständlich erklärt.

05 / Die nächsten Schritte

Was du jetzt tun solltest – und was nicht.

Die wichtigste Regel in dieser Phase: Ruhe bewahren. Google rät ausdrücklich davon ab, radikale Änderungen an Seiten vorzunehmen, die bisher gut funktionieren [4]. Solange der Rollout läuft, können sich Positionen noch mehrfach verschieben.

Sinnvoll

  • Den Vergleich in der Search Console jetzt sichern und nach dem Abschluss im Dashboard mit einem längeren Zeitraum wiederholen.
  • Die betroffenen Seiten ehrlich gegen die Spam-Richtlinien prüfen [7] – und die ganze Website betrachten, nicht nur einzelne Seiten [4].
  • Eindeutige Verstöße beheben, etwa dünne Massenseiten zusammenführen oder entfernen und gekaufte Links kennzeichnen.
  • Bei einer manuellen Maßnahme alle betroffenen Seiten korrigieren und erst dann im Bericht eine Überprüfung beantragen. Teilweise Korrekturen reichen laut Google nicht, die Prüfung dauert oft Tage oder Wochen [5].

Besser lassen

  • Hektisch Titel, Texte oder URLs umbauen, nur weil ein Tool rote Pfeile zeigt.
  • Gut laufende Seiten löschen oder auf noindex setzen, ohne zu wissen, ob sie überhaupt verloren haben.
  • Mit neuen Links oder schnell erzeugten Zusatzseiten gegensteuern. Das wäre genau das Muster, gegen das sich das Update richtet (Einschätzung).

Realistisch bleiben: Google schreibt, dass sich eine Website nach Änderungen erst verbessern kann, wenn die automatischen Systeme über Monate lernen, dass sie die Richtlinien einhält. Bei Linkspam ist der frühere Vorteil durch die Links dauerhaft verloren [8]. Ein schneller Rückweg ist also nicht zu erwarten – eine saubere Grundlage zahlt sich trotzdem aus.

Wenn du dir unsicher bist, ob ein Rückgang am Update, an der Technik oder an der Saison liegt, schaue ich mir das gern gemeinsam mit dir an. Wie ich bei der Suchmaschinenoptimierung vorgehe, findest du auf meiner Leistungsseite.

Ranking-Check

Hat dich das Spam-Update getroffen?

Ich werte deine Search-Console-Daten vor und nach dem Rollout aus, grenze Update, Technik und Messfehler voneinander ab und sage dir, was wirklich zu tun ist – und was du besser lässt.

FAQ

Häufige Fragen zum Spam-Update.

Bekomme ich eine Nachricht, wenn das Update mich trifft?

Nein, nicht bei automatischen Abwertungen. Eine Benachrichtigung gibt es nur bei manuellen Maßnahmen, im gleichnamigen Bericht und in den Search-Console-Nachrichten [5].

Woran erkenne ich, dass das Update abgeschlossen ist?

Google trägt den Abschluss im Search Status Dashboard ein [1][2]. Erst danach lohnt sich ein abschließender Vorher-nachher-Vergleich.

Quellen

Quellen

  1. Google Search Status Dashboard: „September 2026 spam update“, 24.09.2026, sowie Verlauf „Ranking“ – status.search.google.com · abgerufen 03.10.2026.
  2. Search Engine Roundtable (Schwartz, B.): „Google September 2026 Spam Update Has Been Unleashed“, 24.09.2026 – seroundtable.com · abgerufen 03.10.2026.
  3. Search Engine Roundtable (Schwartz, B.): „Phase Two Of The Google September 2026 Spam Update Hits On 9/30“, 01.10.2026 – seroundtable.com · abgerufen 03.10.2026.
  4. Google Search Central: „Debugging drops in Google Search traffic“, Stand 10.12.2025 – developers.google.com · abgerufen 03.10.2026.
  5. Google Search Console-Hilfe: „Manual actions report“ – support.google.com · abgerufen 03.10.2026.
  6. Search Engine Roundtable (Schwartz, B.): „Google May Be More Successful In Blocking Scrapers & Tracking Tools“, 18.09.2026 – seroundtable.com · abgerufen 03.10.2026.
  7. Google Search Central: „Spam policies for Google web search“, Stand 28.08.2026 – developers.google.com · abgerufen 03.10.2026.
  8. Google Search Central: „Google Search spam updates and your site“, Stand 10.12.2025 – developers.google.com · abgerufen 03.10.2026.

Alle Quellen am 3. Oktober 2026 abgerufen und geprüft. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste. Der Rollout-Status bezieht sich auf den Stand des Search Status Dashboards am 3. Oktober 2026.

Sebastian Ziermann

Über den Autor

Sebastian Ziermann

Ich verbinde 18 Jahre Online-Marketing mit technischer Umsetzung und unterstütze Shopify-Shops und KMU bei KI, SEO und Webprojekten.

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