Das Wichtigste vorweg
Ab dem 12. Oktober 2026 liest Google Ads Rabatte und Aktionen von deiner Website und hängt sie als Angebots-Assets an deine Anzeigen [1][2]. Betroffen sind Such- und Performance-Max-Kampagnen mit Standort-Assets, die noch kein eigenes Angebot haben [1][3]. Die Funktion ist standardmäßig eingeschaltet. Prüfe vorher deine Website auf alte Aktionen und entscheide, ob du sie laufen lässt, abschaltest oder eigene Angebote anlegst.
01 / Die Änderung
Was Google ab dem 12. Oktober macht.
Google hat Werbetreibenden per E-Mail angekündigt, dass Google Ads ab dem 12. Oktober 2026 „hochwertige Angebote“ wie Gutscheine und Deals automatisch auf der Website erkennt, ausliest und direkt den Kampagnen hinzufügt [1]. Die Mail hat Barry Schwartz von Search Engine Roundtable am 5. Oktober veröffentlicht, PPC Land hat sie ausführlich eingeordnet [1][2].
Ganz neu ist die Funktion nicht. Google beschreibt die „automatischen Angebote“ bereits in seiner Hilfe: Erkennt das System auf einer Landingpage etwa „20 % Rabatt auf schwarze Pullover“, erscheint dieser Rabatt direkt in den Suchergebnissen, wenn jemand nach deinen Produkten sucht [3]. Neu ist, dass Google die Funktion jetzt ausdrücklich für alle passenden Konten einschaltet. Wer nichts tut, ist ab dem 12. Oktober dabei [1][2].
Google begründet das mit weniger Aufwand: Die Angebote sollen die Leistung der Anzeigen verbessern, ohne dass du etwas manuell einrichten musst [1]. Das Ziel laut Hilfe sind sowohl Online-Käufe als auch Ladenbesuche [3].
02 / Wer betroffen ist
Gilt das für dein Konto?
Laut Google-Hilfe müssen drei Bedingungen zusammenkommen [3]:
- Kampagnentyp: eine aktive Such- oder Performance-Max-Kampagne, einschließlich lokaler Werbekampagnen.
- Standort-Assets: Der Kampagne ist ein Standort-Asset zugeordnet, also die Adresse deines Geschäfts.
- Kein eigenes Angebot: In der Kampagne läuft derzeit kein manuell angelegtes Angebots-Asset.
Damit trifft es vor allem Betriebe mit Ladengeschäft, Praxis oder Werkstatt, also genau die lokalen Unternehmen, die in Hamburg mit Google Ads Kundschaft in den Laden holen wollen. Standort-Assets hängen oft am verknüpften Unternehmensprofil. Laut PPC Land setzen sie kein bestätigtes Profil voraus [2]. Viele Inhaber wissen gar nicht, dass ihr Konto Standort-Assets nutzt.
Ob die Umstellung auch deutsche Konten betrifft, sagt die Mail nicht ausdrücklich. Die Hilfeseite zu den automatischen Angeboten gibt es aber bereits auf Deutsch [3]. Meine Einschätzung: Geh davon aus, dass dein Konto betroffen ist, und prüfe die Einstellung selbst, statt auf eine Mail zu warten.
03 / Das Risiko
Wo automatische Angebote schiefgehen können.
Google verspricht, nur aktive, nicht abgelaufene Angebote anzuzeigen [3]. Jedes automatische Angebot läuft höchstens knapp 24 Stunden und wird danach nur wieder ausgespielt, wenn es auf deiner Website weiterhin sichtbar ist [3]. Start- und Enddatum liest Google bisher nicht aus; das soll sich laut Hilfe später ändern [3].
Daraus ergeben sich typische Stolperfallen (Einschätzung aus der Praxis kleiner Websites):
- Vergessene Banner: Die Sommeraktion steht noch auf der Startseite oder in einer Seitenleiste. Für Google ist sie damit „sichtbar verfügbar“.
- Kleingedrucktes fehlt: „10 % auf alles“ gilt bei dir nur für Neukunden oder ab einem Mindestbestellwert. Was Google davon in die Anzeige übernimmt, steuerst du nicht.
- Online- und Ladenpreis weichen ab: Ein Onlinegutschein erscheint in einer Anzeige, die Menschen in den Laden schickt. An der Kasse gibt es dann Diskussionen.
- Gutscheincodes für Partner: Ein Code, den du nur für einen Verein oder eine Kooperation veröffentlicht hast, landet plötzlich in der Werbung.
Dazu kommt eine Lücke in der Kontrolle: Im Assets-Bericht tauchen nur Angebote auf, die schon Impressionen hatten. Assets ohne Impressionen erscheinen dort nicht [1][2]. Du siehst also erst hinterher, welches Angebot Google gewählt hat.
Das Muster ist nicht neu. Google schaltet in Google Ads seit Monaten mehr KI-Funktionen standardmäßig ein, PPC Land zählt mehrere Beispiele aus 2026 auf [2]. Auch im Unternehmensprofil gelten strengere Regeln für Preise und Aktionen; mehr dazu in Google Unternehmensprofil: die neuen Richtlinien.
04 / Prüfen oder abschalten
So entscheidest du bis Montag.
Du hast drei Möglichkeiten. Welche passt, hängt davon ab, wie sauber deine Website gepflegt ist.
1. Laufen lassen und Website aufräumen
Sinnvoll, wenn du regelmäßig echte Aktionen hast und die Website aktuell hältst. Geh dann alle Seiten durch, die in deinen Anzeigen als Ziel-URL stehen: Startseite, Kategorie- und Leistungsseiten, Pop-ups, Hinweisleisten. Entferne alles, was abgelaufen ist oder nur für bestimmte Gruppen gilt.
2. Eigene Angebots-Assets anlegen
Kampagnen mit manuellem Angebot überspringt das System [3]. Wenn du ohnehin eine Aktion fährst, leg sie selbst als Angebots-Asset an. Dann bestimmst du Text, Bedingungen und Laufzeit. Google empfiehlt das selbst für alle, die genau steuern wollen, was angezeigt wird [3].
3. Für das ganze Konto abschalten
Der Schalter liegt auf Kontoebene, eine Einstellung pro Kampagne nennt Google nicht [2]. Der Weg laut Google-Hilfe [4]:
- Im Menü Kampagnen die Seite Assets öffnen.
- Rechts über das Dreipunkt-Menü Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene wählen.
- Erneut das Dreipunkt-Menü öffnen und Erweiterte Einstellungen wählen.
- Bei Automatische Angebote die Option Aus wählen, einen Grund angeben und speichern.
Die genauen Menübezeichnungen können in der deutschen Oberfläche leicht abweichen; die Hilfe beschreibt den Weg auf Englisch [4]. Ob schon automatische Angebote laufen, siehst du unter Assets mit dem Filter Asset-Typ: Angebot. Automatische Angebote stehen in der Spalte „Hinzugefügt von“ als Google AI [3].
Meine Empfehlung für die meisten kleinen Konten: Erst die Website aufräumen, dann einschalten lassen und in den ersten zwei Wochen den Assets-Bericht zweimal pro Woche anschauen. Wer keine Zeit dafür hat oder viele Partnercodes auf der Seite führt, schaltet ab. Prüfe außerdem, ob deine Conversion-Messung sauber läuft, sonst kannst du die Wirkung gar nicht beurteilen. Wie du Tags zentral verwaltest, steht in Google-Tag und Container.
Vor dem 12. Oktober
01
Aktionen
aufräumen
02
Einstellung
entscheiden
03
Assets-Bericht
prüfen
Was auf deiner Website steht, kann ab Montag in deiner Anzeige stehen.
Google Ads und Website
Soll ich mir dein Konto und deine Aktionsseiten ansehen?
Ich prüfe, welche Kampagnen betroffen sind, welche Angebote auf deiner Website stehen und ob deine Messung sauber läuft. Danach weißt du, ob du die automatischen Angebote nutzt oder abschaltest.
FAQ
Häufige Fragen zu automatischen Angeboten.
Kosten automatische Angebote extra?
Für die Anzeige von Assets berechnet Google nichts. Du zahlst wie gewohnt für Klicks auf die Anzeige und für bestimmte Interaktionen mit Assets [4].
Ist das dasselbe wie die Angebote im Merchant Center?
Nein. Laut PPC Land geht es um Angebots-Assets für Such- und Performance-Max-Kampagnen, nicht um die gleichnamige Funktion im Merchant Center, bei der Händler ihre Aktionen selbst einreichen [2].
Kann ich die Funktion später wieder einschalten?
Ja. Laut Google bleibt das Abschalten jederzeit möglich, und über dieselbe Einstellung lässt sich die Funktion wieder auf „An“ stellen [2][3].
Quellen
Quellen
- Search Engine Roundtable (Barry Schwartz): „Google Ads To Automated Promotions For Search & PMax Campaigns Soon“, 5. Oktober 2026 – seroundtable.com · abgerufen 10.10.2026.
- PPC Land (Luís Rijo): „Google Ads will auto-apply website coupons to some campaigns from October 12“, Oktober 2026 – ppc.land · abgerufen 10.10.2026.
- Google Ads-Hilfe: „Automatische Angebote“ – support.google.com · abgerufen 10.10.2026.
- Google Ads-Hilfe: „About account level automated assets“ – support.google.com · abgerufen 10.10.2026.
Alle Quellen am 10. Oktober 2026 abgerufen. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste.

