Das Wichtigste vorweg
Serpstat ist eine SEO-Suite mit Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse, Rank-Tracking, Site-Audit und eigenem Backlink-Index [1][4]. Die Pakete kosten 69, 129, 209 oder 499 $ im Monat, bei Jahreszahlung 50, 100, 169 oder 410 $ pro Monat [1]. Ab dem Team-Paket kommen drei Nutzer, API, ein MCP-Server für ChatGPT und Claude sowie 1.500 KI-Sichtbarkeits-Checks dazu [1][5]. Als günstige Semrush-Alternative taugt Serpstat vor allem für Teams, die viele Projekte tracken. Für den deutschen Markt ist die Datenbasis deutlich kleiner als für die USA, und eine deutsche Sprachversion bietet die Website nicht an [1][2].
01 / Was Serpstat ist
Eine SEO-Suite aus der Ukraine mit eigenem Datenbestand.
Dieser Beitrag ist ein Tool-Porträt. Er stellt Serpstat anhand der Angaben des Anbieters und einer unabhängigen Nutzerbewertung vor; ein eigener Praxistest liegt nicht zugrunde. Bewertungen sind als „Einschätzung“ gekennzeichnet.
Serpstat entstand 2013 als internes Werkzeug der Agentur Netpeak in Odesa und ist seit 2015 ein eigenständiges Produkt. Nach eigenen Angaben nutzen weltweit mehr als 1,1 Millionen Menschen die Plattform [3]. 2023 hat Serpstat einen eigenen Backlink-Index aufgebaut [3]. Die Suite deckt die üblichen Aufgaben einer großen SEO-Plattform ab:
- Keyword-Recherche: Suchvolumen, Wettbewerb und Keyword-Schwierigkeit, dazu Clustering großer Keyword-Listen [4][7].
- Wettbewerbsanalyse: Für jede Domain siehst du Keywords, Sichtbarkeit, geschätzten Traffic und die stärksten Seiten, für SEO und Google Ads [4].
- Rank-Tracker: Tägliche Abfragen für Desktop und Mobil, organisch und bezahlt, wahlweise für ein Land, ein Bundesland oder eine Stadt, inklusive Wettbewerber [1][4].
- Site-Audit: Der Crawler sortiert technische Fehler nach hoher, mittlerer und niedriger Priorität und beschreibt, wie du sie behebst. JavaScript-Rendering gibt es erst ab dem Team-Paket [1][6].
- Backlinks: Laut Anbieter enthält der eigene Index 1,1 Billionen Links [4][7].
Daneben gibt es eine Browser-Erweiterung für Chrome, Firefox, Opera und Edge [4]. Sie ist vergleichbar mit SEOquake von Semrush (Einschätzung).
02 / Preise
Was Serpstat im Monat und im Jahr kostet.
Die Preisseite zeigt standardmäßig die Jahrespreise. Die Monatspreise erscheinen erst, wenn du den Schalter „Annual Discount“ ausschaltest. Am 27.10.2026 standen dort diese Beträge, alle in US-Dollar und ohne Angabe zur Umsatzsteuer [1]:
- Individual: 69 $ im Monat oder 50 $ pro Monat bei Jahreszahlung. Enthalten sind 5 Projekte, 100 Abfragen für Domains, Keywords und Links pro Tag, 10.000 Positionsabfragen und 30.000 Audit-Seiten im Monat. Ein zweiter Nutzer ist nicht vorgesehen [1].
- Team: 129 $ im Monat oder 100 $ bei Jahreszahlung. Unbegrenzte Projekte, 500 Abfragen pro Tag, 50.000 Positionsabfragen, 150.000 Audit-Seiten, drei Nutzer, API-Zugang, MCP, KI-Werkzeuge, Batch-Analyse und Rechnungszahlung [1].
- Team x2: 209 $ im Monat oder 169 $ bei Jahreszahlung, mit den doppelten Kontingenten von Team und sechs Nutzern [1].
- Agency: 499 $ im Monat oder 410 $ bei Jahreszahlung. 5.000 Abfragen pro Tag, 500.000 Positionsabfragen, 30 Nutzer, White-Label-Reports und Telefon-Support [1].
Bei Jahreszahlung überweist du also 600, 1.200, 2.028 oder 4.920 $ im Voraus (eigene Rechnung aus [1]). Die Ersparnis gibt Serpstat mit bis zu 27 % an [1]. Ein weiterer Nutzer kostet laut der Vergleichsseite des Anbieters 29 $ im Monat [7]. Beim Team-Paket nennt die Preisseite an einer Stelle zusätzlich 99.999 statt 50.000 Positionsabfragen [1]; frag im Zweifel vor dem Kauf nach.
Rechne die Positionsabfragen auf deinen Bedarf um: 10.000 Abfragen im Monat reichen im Individual-Paket für gut 330 täglich geprüfte Keywords, 50.000 im Team-Paket für rund 1.660 (eigene Rechnung aus [1]).
Testen kannst du sieben Tage lang wahlweise Individual oder Team. Laut den FAQ der Preisseite gibst du dafür eine Kreditkarte an, die mit 1 $ geprüft wird; der Betrag kommt nach 5 bis 30 Minuten zurück. Die automatische Verlängerung ist von Anfang an aktiv: Kündigst du nicht, wird nach sieben Tagen der volle Paketpreis abgebucht [1]. Die MCP-Seite spricht dagegen von einem Test „ohne Kreditkarte“ [5]. Verlass dich auf die strengere Angabe und notier dir den Kündigungstermin (Einschätzung).
03 / KI und Automatisierung
KI-Sichtbarkeit und MCP sind ab dem Team-Paket enthalten.
Das Modul „AI Visibility“ hieß früher LLM Brand Monitor. Es prüft, wie ChatGPT, Grok, Gemini und weitere KI-Modelle über deine Marke und deine Wettbewerber sprechen, schlägt passende Prompts vor und zeigt Verläufe über die Zeit [1]. Team, Team x2 und Agency enthalten je 1.500 Checks im Monat; weitere kosten 20 $ pro 1.000, mindestens 40 $ [1]. Im Individual-Paket fehlt das Modul [1].
Zum Vergleich: Das KI-Tool Riva im XOVI-Porträt deckt bisher nur ChatGPT ab und kostet als Zusatz extra. Bei Serpstat ist die KI-Sichtbarkeit im Team-Preis enthalten [1]. Wie aussagekräftig solche Messungen sind, hängt stark von den gewählten Prompts ab. Grundlagen dazu findest du im Beitrag GEO-Optimierung.
Der zweite KI-Baustein ist ein MCP-Server. Darüber fragst du Serpstat-Daten direkt aus einem KI-Assistenten ab, etwa „Welche Keywords hat mein Wettbewerber, die mir fehlen?“. Laut Anbieter stehen 63 Werkzeuge bereit. Die HTTP-Variante verbindest du per Anmeldung (OAuth) mit Claude und ChatGPT im Web, am Desktop und mobil. Eine lokale Variante läuft auf deinem Rechner, unter anderem mit Claude Code, Cursor und Gemini CLI [5].
Jede Anfrage über MCP verbraucht API-Credits [5]. Das Team-Paket enthält laut Vergleichstabelle 200.000 Credits im Monat, Team x2 400.000 und Agency 2 Millionen [1]. Wie weit das reicht, hängt von den abgefragten Methoden ab. Prüf den Verbrauch im Test (Einschätzung). Wie so ein Arbeitsablauf mit einem offenen Werkzeug aussieht, zeigt der Beitrag zu OpenSEO und KI.
04 / Daten für Deutschland
Wie gut sind die Daten für google.de?
Für Deutschland veröffentlicht Serpstat eine eigene Statistik. Die Datenbank „g_de“ umfasste am 27.10.2026 rund 176,4 Millionen Keywords, davon 72,7 Millionen mit gespeicherten Suchergebnissen, dazu 37,4 Millionen Domains [2]. Für die USA sind es 3,7 Milliarden Keywords und 300,1 Millionen mit Suchergebnissen [2]. Insgesamt nennt Serpstat 230 Google-Datenbanken [2].
Die deutsche Datenbank ist also groß genug für die Recherche in üblichen Branchen. Gemessen an den USA ist sie aber deutlich kleiner (Einschätzung). Die Gesamtzahlen schwanken zudem je nach Seite: Die Statistik nennt 8,92 Milliarden Keywords, die Über-uns-Seite 8,5 Milliarden und die Funktionsseite 7,03 Milliarden [2][3][4]. Eine unabhängige Prüfung der Genauigkeit für Deutschland habe ich nicht gefunden.
Auf OMR Reviews gibt es bisher nur eine einzige Bewertung zu Serpstat, mit 4,5 von 5 Sternen [10]. Der Bewertende lobt die Datenfülle und schreibt, das Tool erinnere am deutschen Markt „stark an Sistrix“. Gleichzeitig hält er es für „nicht wirklich stark für den deutschen Markt ausgelegt“, die Navigation und die Hilfe gebe es nur auf Englisch, und es wirke „ein bisschen zu überladen“ [10]. Eine einzelne Stimme ist kein Beleg, deckt sich aber mit der Sprachauswahl der Website: Englisch, Spanisch, Ukrainisch und Russisch, kein Deutsch [1].
Für lokale Rankings, etwa in Hamburg, ist entscheidend, dass der Rank-Tracker Städte als Standort erlaubt [4]. Das ist für viele KMU wichtiger als die Größe der Keyword-Datenbank (Einschätzung).
05 / Vergleich
Ist Serpstat eine gute Semrush-Alternative?
Semrush zeigte aus Deutschland am 25.10.2026 für das SEO-Paket 134,21 € im Monat oder 112,52 € pro Monat bei Jahreszahlung, ohne Angabe zur Umsatzsteuer. Enthalten sind fünf Websites und 500 täglich getrackte Keywords [8]. Serpstat Team kostet 129 $ im Monat, hat unbegrenzte Projekte, drei Nutzer und reicht rechnerisch für rund 1.660 täglich geprüfte Keywords [1]. Die Preise sind in unterschiedlichen Währungen angegeben und deshalb nicht direkt vergleichbar, aber bei den Kontingenten liegt Serpstat klar vorn (Einschätzung).
Serpstats eigene Vergleichsseite stellt Team (100 $ bei Jahreszahlung) dem Semrush-Paket Guru (208 $) gegenüber [7]. Das ist eine Darstellung des Anbieters; prüf die Semrush-Preise immer auf semrush.com selbst.
Die anderen Vergleichswerte im Überblick:
- Ahrefs: Lite 119 € im Monat, Starter 27 € [9].
- Sistrix: Start 119 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, mit einem Nutzer und drei Projekten [11].
- Günstigere Tools: Ubersuggest ab 29 €, Seobility ab 59,90 € netto, Mangools ab 61 € und XOVI ab 99 € netto im Monat, jeweils laut den verlinkten Porträts.
Serpstat Individual liegt mit 69 $ im Monat im Feld der günstigen Tools, bietet aber den Funktionsumfang einer großen Suite. Den eigentlichen Preisvorteil spielt Serpstat im Team-Paket aus, wenn mehrere Leute an vielen Projekten arbeiten (Einschätzung).
Serpstat im Steckbrief
Preis
69, 129, 209 oder 499 $ im Monat; bei Jahreszahlung 50, 100, 169 oder 410 $ pro Monat.
Test
7 Tage, Kreditkartenprüfung mit 1 $, danach automatische Verlängerung.
Nutzer
1 in Individual, 3 in Team, 6 in Team x2, 30 in Agency.
Sprache
Keine deutsche Website; Navigation und Hilfe laut einer Nutzerbewertung nur auf Englisch.
06 / Für wen es reicht
Für wen Serpstat passt und wo die Grenzen liegen.
Am besten passt Serpstat zu kleinen Agenturen und Inhouse-Teams, die mehrere Websites betreuen, viele Keywords täglich tracken und mit Englisch als Arbeitssprache kein Problem haben. Wer Daten per API oder KI-Assistent weiterverarbeiten will, bekommt im Team-Paket viel für den Preis (Einschätzung).
Weniger gut passt Serpstat, wenn du vor allem den deutschen Markt mit langen Sichtbarkeitsverläufen analysieren willst. Dafür ist Sistrix der übliche Maßstab (Einschätzung). Weitere Grenzen:
- Individual ist schmal: Ohne API, KI-Sichtbarkeit, Batch-Analyse, Keyword-Listen und geteilte Zugänge; das Site-Audit rendert kein JavaScript und prüft maximal 5.000 Seiten je Durchlauf [1].
- Dollar-Preise: Die Preisseite nennt nur US-Dollar und keine Umsatzsteuer [1]. Rechne mit Wechselkursschwankungen und frag nach einer Rechnung mit deinen Firmendaten.
- Testphase: Nach sieben Tagen verlängert sich das Paket automatisch zum vollen Preis [1].
- Wenige deutsche Bewertungen: Erfahrungen deutscher Nutzer sind kaum dokumentiert [10]. Vergleiche die Daten im Test mit deiner Search Console.
Für die eigene Website bekommst du viele Grunddaten auch kostenlos, etwa aus der Search Console und den Bing Webmaster Tools. Ein Abo lohnt sich vor allem, wenn du Wettbewerber und mehrere Projekte im Blick behalten musst (Einschätzung).
Für den Test empfiehlt sich dieser Ablauf: Leg ein Projekt mit 30 bis 50 Keywords an, deren Positionen du aus der Search Console kennst, und lass sie für deine Stadt täglich prüfen. Schau dir die Suchvolumen für zehn bekannte Begriffe deiner Branche an und starte das Site-Audit. Nach fünf Tagen weißt du, ob die Zahlen zu deinen eigenen Daten passen, und kannst vor Ablauf des siebten Tages kündigen (Einschätzung).
SEO-Tools
Welches SEO-Tool passt zu deiner Website?
Ich schaue mir an, was du messen und berichten willst und welche Daten du in Search Console und Analytics schon hast. Danach weißt du, ob Serpstat, ein günstigeres Tool oder ein großes Abo zu deinen Projekten passt.
FAQ
Häufige Fragen zu Serpstat.
Was kostet Serpstat?
Individual kostet 69 $, Team 129 $, Team x2 209 $ und Agency 499 $ im Monat. Bei Jahreszahlung sind es 50, 100, 169 und 410 $ pro Monat [1].
Kann ich Serpstat kostenlos testen?
Ja, sieben Tage lang. Laut Preisseite wird dafür eine Kreditkarte mit 1 $ geprüft, und das Paket verlängert sich danach automatisch, wenn du nicht kündigst [1].
Gibt es Serpstat auf Deutsch?
Nein. Die Website bietet Englisch, Spanisch, Ukrainisch und Russisch an [1]. Die Daten für google.de sind aber vorhanden [2].
Quellen
Quellen
- Serpstat: „Plans & Pricing“ (Jahres- und Monatspreise per Umschalter „Annual Discount“, Kontingente, FAQ zur Testphase), ohne Datum – serpstat.com · abgerufen 27.10.2026.
- Serpstat: „Serpstat statistics: impressive volume of our data“ (Datenbanken je Land, u. a. g_de und g_us), ohne Datum – serpstat.com/stat/ · abgerufen 27.10.2026.
- Serpstat: „About us“ (Firmengeschichte, Nutzerzahl), ohne Datum – serpstat.com/page/about-us/ · abgerufen 27.10.2026.
- Serpstat: „SEO Tools and Features“, ohne Datum – serpstat.com/features/ · abgerufen 27.10.2026.
- Serpstat: „Serpstat MCP Server“ (Werkzeuge, Varianten, API-Credits), ohne Datum – serpstat.com/page/serpstat-mcp/ · abgerufen 27.10.2026.
- Serpstat: „Website SEO Audit“ (Produktseite), ohne Datum – serpstat.com/site-audit/ · abgerufen 27.10.2026.
- Serpstat: „Best Alternative to Semrush SEO Tools“ (Vergleichsseite des Anbieters), ohne Datum – serpstat.com/page/serpstat-vs-semrush/ · abgerufen 27.10.2026.
- Semrush: „Plans & Pricing – SEO + AI Search“, ohne Datum – semrush.com · abgerufen 25.10.2026.
- Ahrefs: „Plans & pricing“, ohne Datum – ahrefs.com · abgerufen 25.10.2026.
- OMR Reviews: „Serpstat Erfahrungen & Features“ (eine Nutzerbewertung), ohne Datum – omr.com · abgerufen 27.10.2026.
- Sistrix: „SISTRIX Preise“, ohne Datum – sistrix.de · abgerufen 26.10.2026.
Serpstat-Quellen am 27. Oktober 2026 abgerufen, Semrush und Ahrefs am 25., Sistrix am 26. Oktober 2026. Serpstat-Preise in US-Dollar ohne Angabe zur Umsatzsteuer; Sistrix zuzüglich Umsatzsteuer. Preise von Ubersuggest, Seobility, Mangools und XOVI laut den verlinkten Porträts. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste.

