Das Wichtigste vorweg
Seobility ist eine SEO-Suite aus Nürnberg mit Website-Audit, Ranking-Monitoring, Backlink-Monitoring, Keyword-Recherche und Textoptimierung [1][3]. Seit dem 18. September 2026 kostet Premium 59,90 € im Monat, das neue Professional-Paket 99,90 € und Agentur 209,90 €, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer; das Basis-Konto bleibt kostenlos [1][2]. Zum Vergleich: Sistrix startet bei 119 € netto, Semrush bei 139 US-Dollar im Monat [6][7]. Für die eigene Website reicht Seobility oft aus, für Marktanalysen über viele fremde Domains sind die großen Anbieter stärker (Einschätzung).
01 / Was Seobility ist
Eine SEO-Suite, die bei der eigenen Website ansetzt.
Dieser Beitrag ist ein Tool-Porträt. Ich stelle Seobility anhand der Angaben des Anbieters vor und ordne die Preise ein; einen eigenen Langzeittest habe ich nicht gemacht. Wo ich etwas bewerte, steht „Einschätzung“ dahinter.
Hinter Seobility steht die Seobility GmbH mit Sitz in Nürnberg [3]. Der Anbieter beschreibt sich als All-in-One-SEO-Software für kleine und mittlere Unternehmen, Agenturen und Selbstständige und spricht von mehr als 700.000 Nutzern [3]. Im Kern besteht das Tool aus diesen Bausteinen:
- Website-Audit: Ein Crawler läuft regelmäßig über deine Website und meldet technische Fehler wie kaputte Links, Duplicate Content oder langsame Seiten, jeweils mit Handlungsempfehlung [3]. Laut Preisseite gehören auch JavaScript-Crawling und ein Report zu Seiten dazu, die per robots.txt für KI-Bots gesperrt sind [1][5].
- Ranking-Monitoring: Seobility verfolgt deine Keywords in den Top 100, auch lokal nach Land und Stadt. Desktop-Rankings werden täglich aktualisiert, Mobil-Rankings alle drei Tage [1]. Zusätzlich zeigt das Tool, bei welchen Keywords Google eine KI-Übersicht einblendet [1][5].
- Backlink-Monitoring: Eine Übersicht über verlinkende Seiten, wöchentlich aktualisiert, dazu eine Analyse kaputter Backlinks und Linkbuilding-Werkzeuge [1].
- Keyword-Recherche und Textoptimierung: Ein Recherche-Tool und ein WDF*IDF-Tool, das Texte mit den Seiten der Konkurrenz vergleicht. Beide sind je nach Paket auf 50 bis 200 Abfragen am Tag begrenzt [1].
- Uptime-Monitoring: Seobility prüft rund um die Uhr, ob deine Website erreichbar ist, misst die Antwortzeit und schickt bei Ausfällen eine E-Mail [5].
Neu ist eine MCP-Schnittstelle in der Beta, über die du KI-Assistenten wie Claude, Claude Code oder Cursor mit deinen Seobility-Daten verbindest [5]. Wie so eine Arbeitsweise mit KI-Agent und SEO-Daten im Alltag aussieht, habe ich in OpenSEO mit KI beschrieben. Daneben bietet Seobility kostenlose Einzeltools ohne Registrierung an, etwa einen SEO-Check für einzelne URLs, einen Backlink-Check und einen Snippet-Generator [3].
02 / Preise
Was Seobility seit September kostet.
Am 18. September 2026 hat Seobility seine Preise angepasst. Premium stieg von 49,90 € auf 59,90 € im Monat, Agentur von 179,90 € auf 209,90 €. Neu ist das Paket Professional dazwischen [2]. Als Gründe nennt der Anbieter gestiegene Kosten und neue Funktionen [2]. Die Preise auf der Preisseite verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer, die Verträge sind monatlich kündbar [1].
- Basis (0 €): 1 Website-Projekt, 10 überwachte Keywords, 5 Tool-Abfragen pro Tag, ein eingeschränktes Audit mit 100 Seiten pro Crawling [1].
- Premium (59,90 €): 3 Projekte, 25.000 Seiten pro Crawling, 300 Keywords im Ranking-Monitoring, 20 Wettbewerber, 50 Tool-Abfragen pro Tag [1].
- Professional (99,90 €): 7 Projekte, 50.000 Seiten, 700 Keywords, 25 Wettbewerber, 100 Abfragen pro Tag, bis zu 3 Mitglieder-Accounts und White-Label-Reports [1][2].
- Agentur (209,90 €): 20 Projekte, 100.000 Seiten, 2.000 Keywords, 30 Wettbewerber, 200 Abfragen pro Tag, unbegrenzt viele Mitglieder-Accounts und Support auch per Telefon [1].
Wer jährlich zahlt, spart laut Seobility 20 Prozent; für Bestandskunden mit Jahresvertrag gelten die neuen Preise erst ab der nächsten Verlängerung [1][2]. Alle bezahlten Pakete lassen sich 14 Tage kostenlos testen [1].
Bei den Zusatzkosten lohnt ein genauer Blick. Ein weiteres Projekt ohne Keywords kostet im Premium-Paket 14,90 € im Monat, im Agentur-Paket 4,90 €; 100 zusätzliche Keywords kosten zwischen 10,90 € und 6,90 € [1]. Tägliches Top-50- oder Top-100-Monitoring gibt es als Add-on, im Premium-Paket für 5,90 € beziehungsweise 12,90 € im Monat [2]. Das angekündigte AI Visibility Tracking für Antworten in ChatGPT und anderen KI-Plattformen ist in den Paketen bereits mit 15 bis 250 Prompts aufgeführt, aber noch als „bald verfügbar“ markiert [1][5].
03 / Vergleich
Wie Seobility neben Sistrix und Semrush dasteht.
Rein beim Preis ist der Abstand deutlich. Das kleinste Sistrix-Paket „Start“ kostet 119 € im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer, das beliebteste Paket „Plus“ 239 € [6]. Start enthält einen Nutzer, drei Projekte, 30.000 gecrawlte URLs im Monat und eine Datenhistorie von drei Monaten [6]. Bei Semrush beginnt das SEO-Paket bei 139 US-Dollar monatlich oder umgerechnet 117,33 Dollar pro Monat bei jährlicher Abrechnung, mit fünf Websites und 500 Keywords im täglichen Tracking [7]. Die Pakete „Starter“ und „Pro+“ mit KI-Sichtbarkeit kosten 199 und 299 Dollar im Monat [7]. Eine Angabe zur Steuer finde ich auf der Semrush-Preisseite nicht.
Seobility Premium liegt mit 59,90 € also bei etwa der Hälfte des Sistrix-Einstiegs. Bei der Zahl der Projekte sind beide mit drei gleichauf [1][6]. Semrush überwacht im Einstiegspaket mehr Keywords als Seobility Premium, nämlich 500 statt 300, kostet in US-Dollar aber mehr als doppelt so viel [1][7].
Der wichtigere Unterschied liegt nicht im Preis, sondern im Ansatz. Sistrix bietet Sichtbarkeitsindex, Domain-Analyse, Backlink-Index und Keyword-Recherche, in den größeren Paketen mit elf Jahren Datenhistorie [6]. Semrush wirbt mit Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse und KI-Sichtbarkeitsberichten für beliebige Domains [7]. Beide sind damit vor allem Datenbanken über den ganzen Markt (Einschätzung). Seobility setzt dagegen bei deinen eigenen Projekten an. Du crawlst deine Website, verfolgst ausgewählte Keywords und legst bis zu 30 Wettbewerber pro Projekt fest [1]. Die freie Recherche ist auf eine feste Zahl an Abfragen pro Tag begrenzt [1]. Für die Pflege einer Website ist das oft genau das Richtige, für eine breite Marktanalyse eher nicht (Einschätzung).
04 / Für wen es reicht
Für wen Seobility ausreicht und wer mehr braucht.
Aus den Paketgrenzen lässt sich ablesen, für wen welche Stufe gedacht ist. Meine Zuordnung ist eine Einschätzung:
- Basis: Für eine kleine Website, etwa eine Handwerks- oder Praxisseite mit weniger als 100 Unterseiten, die zehn wichtigste Suchbegriffe im Blick behalten will. Für mehr reicht das kostenlose Konto nicht.
- Premium: Für kleine und mittlere Unternehmen mit einer Hauptwebsite, vielleicht einem Shop und einer Landingpage. 300 Keywords decken die meisten lokalen und regionalen Themen ab.
- Professional: Für Freelancer und kleine Agenturen mit mehreren Kunden. Seobility nennt diese Gruppe ausdrücklich als Zielgruppe, White-Label-Reports gehören ab hier zum Paket [2].
- Agentur: Für Agenturen mit vielen Projekten und Teams, die Kunden eigene Zugänge geben wollen [1].
Zu Sistrix oder Semrush würde ich greifen, wenn du regelmäßig fremde Domains analysierst, Wettbewerber in einer neuen Branche erst finden musst oder Kunden mit langen Verläufen der Sichtbarkeit überzeugen willst (Einschätzung). Für den schnellen Blick auf eine einzelne Seite gibt es außerdem kostenlose Browser-Erweiterungen wie SEOquake, die ohne Konto auskommen.
05 / Grenzen
Wo du die Grenzen kennen solltest.
Ranking-Daten sind derzeit bei allen Anbietern ein wunder Punkt. Seobility schreibt selbst, dass seit dem 25. September einige Positionen im Ranking-Monitoring unzuverlässig waren, weil Google seine Maßnahmen gegen automatisierte Suchanfragen verschärft hat; betroffen seien auch andere Rank-Tracker [4]. Laut Update vom 14. Oktober sind die Daten für dauerhaft überwachte Keywords wieder deutlich besser, die Live-Ranking-Checks aber noch nicht [4]. Wie du einen vermeintlichen Absturz mit der Search Console gegenprüfst, steht in Ranking-Verlust prüfen.
Weitere Punkte, die du vor dem Abschluss kennen solltest:
- Mobile Rankings werden nur alle drei Tage aktualisiert, Backlink-Daten wöchentlich [1]. Tägliches Top-50- oder Top-100-Monitoring kostet extra [2].
- Die KI-Sichtbarkeit in ChatGPT, Gemini und Googles KI-Modus ist angekündigt, aber noch nicht verfügbar; auch ein Schema-Check für strukturierte Daten folgt erst [5]. Sistrix und Semrush bieten Prompt-Tracking bereits an, Sistrix derzeit als Beta ohne Aufpreis [6][7].
- Die MCP-Schnittstelle ist eine Beta [1][5]. Für feste Arbeitsabläufe würde ich darauf noch nicht bauen (Einschätzung).
- Seobility ersetzt nicht die Google Search Console. Echte Klicks und Impressionen kommen nur von dort, ein Rank-Tracker misst Positionen (Einschätzung).
Seobility in drei Schritten testen
01
Basis-Konto
anlegen
02
Audit
auswerten
03
Mit Search Console
abgleichen
Erst kostenlos prüfen, dann über ein Paket entscheiden.
06 / So gehst du vor
Wie du Seobility ohne Risiko ausprobierst.
Leg zuerst ein kostenloses Basis-Konto an. Seobility verlangt dafür keine Kreditkarte [1]. Trag deine Website als Projekt ein und lass das Audit laufen. Bei kleinen Seiten siehst du damit schon, ob Titel, Weiterleitungen, interne Links und Ladezeiten in Ordnung sind.
Danach trägst du deine zehn wichtigsten Suchbegriffe ins Ranking-Monitoring ein und vergleichst sie nach zwei Wochen mit der Search Console, die über Orte und Geräte mittelt (Einschätzung). Erst wenn dir Projekte, Keywords oder Seiten pro Crawling fehlen, lohnt der 14-Tage-Test von Premium; ohne Kündigung geht er in ein bezahltes Abo über [1].
SEO-Beratung
Welches SEO-Tool passt zu deiner Website?
Ich schaue mir an, was du messen musst, welche Daten du schon hast und wie viel Tool du wirklich brauchst. Danach richte ich Search Console, Ranking-Tracking und Reports so ein, dass du sie im Alltag nutzt.
FAQ
Häufige Fragen zu Seobility.
Ist Seobility kostenlos?
Das Basis-Konto ist dauerhaft kostenlos, aber auf 1 Projekt, 10 Keywords und 100 Seiten pro Crawling begrenzt [1]. Die bezahlten Pakete beginnen bei 59,90 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer [1].
Kann ich Seobility monatlich kündigen?
Ja. Laut Preisseite kannst du jederzeit zum Monatsende kündigen, sonst verlängert sich der Vertrag um einen weiteren Monat [1].
Hat Seobility einen Sichtbarkeitsindex wie Sistrix?
Seobility zeigt die Entwicklung deiner Sichtbarkeit auf Basis deiner überwachten Keywords [3][4]. Einen marktweiten Index über beliebige Domains, wie ihn Sistrix anbietet [6], beschreibt Seobility auf seiner Preisseite nicht [1].
Quellen
Quellen
- Seobility: „Preise und Pakete“, ohne Datum – seobility.net · abgerufen 23.10.2026.
- Seobility Hilfe-Center: „Änderungen an unseren Seobility-Paketen und Preisen“, Änderung zum 18. September 2026 – help.seobility.net · abgerufen 23.10.2026.
- Seobility: Startseite „Bessere Rankings und mehr Sichtbarkeit für Deine Website“ inkl. Impressumsangaben, ohne Datum – seobility.net · abgerufen 23.10.2026.
- Seobility Hilfe-Center: „Ranking-Daten: Warum einige Deiner Positionen gerade fehlerhaft sein können“, zuletzt aktualisiert 14. Oktober 2026 – help.seobility.net · abgerufen 23.10.2026.
- Seobility Hilfe-Center: „Seobility Feature Releases: Was schon live ist und was bald kommt“, ohne Datum – help.seobility.net · abgerufen 23.10.2026.
- SISTRIX: „SISTRIX Preise“, ohne Datum – sistrix.de · abgerufen 23.10.2026.
- Semrush: „Pakete und Preise“, ohne Datum – de.semrush.com · abgerufen 23.10.2026.
Alle Quellen am 23. Oktober 2026 abgerufen. Seobility und Sistrix in Euro zuzüglich Umsatzsteuer, Semrush in US-Dollar laut Anbieterseite. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste.

