KI & Marketing

13. Oktober 2026

ca. 8 Min. Lesezeit

Microsoft 365 Copilot Business: Was die Lizenz kostet, was Cowork und Autopilot über Copilot-Credits extra kosten und wie du ein Ausgabenlimit setzt

Copilot Chat ist inklusive, Copilot Business kostet ab 15,60 € je Nutzer, Cowork und Autopilot laufen über Copilot-Credits. Mit Rechenbeispiel für fünf Nutzer und Klickpfad zum Ausgabenlimit.

Sebastian Ziermann

18 Jahre Online-Marketing · Beratung & Umsetzung

Inhaber eines kleinen Unternehmens prüft am Laptop abstrakte Kostendiagramme – Symbolbild für Kosten und Ausgabenlimits von Microsoft 365 Copilot

In diesem Artikel

Schon eine Aufgabe im Kopf?

Das Wichtigste vorweg

Copilot Chat ist für berechtigte Microsoft-365-Konten ohne Aufpreis dabei, das Add-on Microsoft 365 Copilot Business kostet laut Microsoft bis 31. Dezember 2026 im Jahresabo 15,60 € statt 18,20 € je Nutzer und Monat, zuzüglich MwSt. [1]. Agentenarbeit wie Cowork und Autopilot ist darin nicht enthalten, sie wird zusätzlich in Copilot-Credits abgerechnet [4][5]. Die Kostenbremse ist eine Ausgabenrichtlinie mit Monatslimit im Microsoft 365 Admin Center [2].

01 / Warum jetzt

Copilot wird zur Arbeitsoberfläche, und die Abrechnung ändert sich.

Microsoft baut Word, Excel und PowerPoint direkt in die neue Copilot-App ein. Das Dokument öffnet sich neben dem Chat und lässt sich dort bearbeiten und teilen [7]. Laut Microsoft rollt „Office in Copilot“ zunächst nur bei Kunden im Frontier-Programm aus, also im Vorabzugang, und zwar in Chat und Cowork [7]. Einen Termin für alle anderen nennt Microsoft nicht.

Für die Kosten ist etwas anderes wichtiger. Microsoft trennt Copilot inzwischen in zwei Abrechnungswege: Die feste Lizenz pro Nutzer deckt die alltägliche KI-Arbeit ab, also Zusammenfassungen, Entwürfe und Analysen. Länger laufende Agentenarbeit wie Cowork, Code und Autopilot sowie neuere Frontier-Modelle laufen über nutzungsbasierte Abrechnung in Copilot-Credits [4]. Diese Funktionen setzen die Lizenz voraus und kosten dann zusätzlich [4].

Dazu kommt ein Termin für Partnerkunden: Ab 1. Dezember 2026 ist die nutzungsbasierte Abrechnung bei neuen Copilot-Business-Lizenzen, die über einen Microsoft-Partner (CSP) gekauft werden, standardmäßig eingeschaltet [3]. Deutschland ist laut Microsoft zunächst ausgenommen, Microsoft will über eine Ausweitung informieren [3].

02 / Inklusive

Was du ohne Aufpreis bekommst.

Wenn dein Team schon Microsoft 365 Business nutzt, hast du eine Stufe Copilot bereits. Microsoft schreibt auf der Preisseite: Copilot Chat ist für alle Microsoft-Entra-ID-Benutzer mit einem berechtigenden Microsoft-365-Abonnement ohne zusätzliche Kosten erhältlich [1]. Enthalten sind laut derselben Seite auch Copilot in Outlook und die Microsoft-365-Copilot-App [1].

Eine Einschränkung steht direkt daneben: Kunden mit nur Copilot Chat können eigene Agenten ihrer Organisation nutzen, aber nutzungsabhängig, also gegen Bezahlung [1].

Mit der kostenpflichtigen Lizenz Microsoft 365 Copilot Business kommt laut Microsoft Folgendes dazu [1]:

  • Copilot direkt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams.
  • Work IQ, also der Zugriff auf deine Arbeitsdaten wie Mails, Chats, Dokumente und Besprechungen.
  • Vorgefertigte Agenten wie Recherche-Agent, Analyse-Agent und Facilitator sowie eine Modellauswahl.
  • Eigene, assistierende Agenten ohne zusätzliche Kosten für lizenzierte Nutzer.

Im Planvergleich auf derselben Seite steht bei „Copilot Cowork“ allerdings nur „Abgerechnet“ [1]. Das heißt: Die Lizenz öffnet die Tür zu Cowork, die eigentliche Arbeit kostet extra.

03 / Preise

Was die Lizenz kostet und was Credits kosten.

Auf der deutschen Preisseite von Microsoft stehen am 13. Oktober 2026 diese Beträge, jeweils je Benutzer und Monat, Preise zuzüglich MwSt. [1]:

  • Microsoft 365 Copilot Business (Add-on): 15,60 € statt 18,20 € bei jährlicher Abrechnung, 21,84 € im Monatsabo.
  • Business Standard und Copilot Business im Paket: 20,36 € bei jährlicher Abrechnung, 24,43 € im Monatsabo.
  • Business Premium und Copilot Business im Paket: 27,73 € bei jährlicher Abrechnung, 33,28 € im Monatsabo.

Der Aktionspreis von 15,60 € hat Bedingungen. Laut Fußnote gilt das Angebot vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026, nur für bestehende Microsoft-365-Kunden mit berechtigtem Business-Tarif, nur im Jahresabo und nur im ersten Jahr; das Abo verlängert sich automatisch [1]. Das Add-on ist auf bis zu 300 Benutzer ausgelegt [1].

Copilot-Credits: der variable Teil

Copilot-Credits sind die gemeinsame Währung für die nutzungsbasierten Dienste [6]. Im Microsoft 365 Admin Center verwaltet werden darüber unter anderem Cowork, erweiterte Funktionen in SharePoint und OneDrive, die Work IQ API und der Teams Phone Agent [6]. Copilot Chat mit Agenten und Copilot Studio rechnet Microsoft über eigene Pay-as-you-go-Wege ab [6].

Bei Cowork hängt der Preis einer Aufgabe von vier Faktoren ab: Modellnutzung, Abruf von Kontext, Werkzeugaufrufe und Laufzeit [5]. Bei Pay-as-you-go kostet ein Credit laut Microsoft 0,01 US-Dollar [5]. Alternativ gibt es einen Vorauskaufplan (P3) mit Rabatt gegen feste Abnahme [5]. Einen Euro-Preis pro Credit habe ich in den Quellen nicht gefunden; bei Abrechnung in Euro kann der Betrag abweichen (Einschätzung). Für Autopilot und Code hat Microsoft in den gelesenen Quellen noch keine eigenen Tarife genannt.

04 / Rechenbeispiel

Was kostet Copilot für ein Team mit fünf Leuten?

Annahme: Ein Hamburger Betrieb mit fünf Mitarbeitern hat bereits Microsoft 365 Business Standard und bucht das Add-on Copilot Business für alle fünf. Alle Beträge netto, Preise laut Microsoft-Seite vom 13. Oktober 2026 [1].

  1. Lizenz zum Aktionspreis: 5 × 15,60 € = 78,00 € im Monat, aufs Jahr 936,00 €.
  2. Lizenz ab dem zweiten Jahr (Annahme: Listenpreis bleibt bei 18,20 €): 5 × 18,20 € = 91,00 € im Monat, aufs Jahr 1.092,00 €.
  3. Lizenz im Monatsabo: 5 × 21,84 € = 109,20 € im Monat.
  4. Cowork mit eigenem Limit (Annahme: 500 Credits je Nutzer und Monat): 2.500 Credits × 0,01 US-Dollar = höchstens 25 US-Dollar im Monat [5].
  5. Cowork mit Microsofts Standardlimit für CSP-Neukäufe von 4.000 Credits je Nutzer und Monat [3]: 20.000 Credits × 0,01 US-Dollar = höchstens 200 US-Dollar im Monat.

Die Credit-Beträge sind Obergrenzen, keine festen Kosten. Abgerechnet wird nur, was tatsächlich verbraucht wird [3]. Wie viele Credits eine einzelne Aufgabe braucht, hängt von Modell und Umfang ab [5]. Microsoft bietet dafür ein Schätz-Werkzeug, den Copilot Credit Estimator [6]. Ich würde mit einem kleinen Limit starten und nach vier Wochen im Verbrauchsbericht nachsehen, welche Aufgaben teuer waren (Einschätzung).

Wie andere Anbieter ihre Teamtarife schneiden, habe ich für Google in Gemini kostenlos nur noch mit Flash-Lite beschrieben. Wer mit Google Workspace arbeitet, findet in Claude in Google Docs, Sheets und Slides die Alternative auf der anderen Seite.

05 / Kostenbremse

So setzt du ein Ausgabenlimit im Admin Center.

Die gute Nachricht zuerst: Cowork ist laut Microsoft standardmäßig aus. Admins entscheiden, wann es eingeschaltet wird und wer Zugriff bekommt [5]. Bevor überhaupt Credits fließen, muss die nutzungsbasierte Abrechnung eingerichtet und eine Standard-Ausgabenrichtlinie aktiviert sein [2]. Dafür brauchst du die Rolle Globaler Administrator oder Abrechnungsadministrator [2].

Eine weitere Ausgabenrichtlinie legst du so an, Schritte laut Microsoft Learn [2]:

  1. Im Microsoft 365 Admin Center zu Copilot › Cost Management wechseln.
  2. Registerkarte Konfiguration öffnen und + Ausgabenrichtlinie hinzufügen wählen.
  3. Bereich: Namen vergeben, „Alle Benutzer“ oder bestimmte Gruppen wählen. Einzelne Personen gehen nur über Sicherheitsgruppen.
  4. Agents und Dienste: Häkchen nur bei den Diensten setzen, die Credits verbrauchen dürfen. Den Schalter Neue Dienste automatisch anwenden prüfen; er ist standardmäßig an und nimmt künftige Dienste automatisch in die Richtlinie auf.
  5. Grenzwerte und Warnungen: Begrenztes monatliches Budget wählen, optional ein Monatslimit pro Benutzer setzen und einen Schwellenwert für E-Mail-Warnungen an Admins und Nutzer festlegen.
  6. Modellprofil (nur bei Cowork) und Abrechnungsmethode prüfen, dann Ausgabenrichtlinie erstellen.

Ist das Limit erreicht, verlieren die Nutzer für den Rest des Monats den Zugriff auf die betroffenen Agents und Dienste; am Monatsersten wird zurückgesetzt [2]. Vorausbezahlte Credits werden immer zuerst verbraucht, bevor Pay-as-you-go greift [2]. Wichtig: Wer eine Richtlinie löscht, hebt für die betroffenen Nutzer auch die Limits auf [2].

Den Verbrauch siehst du unter Copilot › Cost Management auf den Registerkarten Übersicht und Verbrauch, aufgeschlüsselt nach Richtlinie, Nutzer, Gruppe, Agent und Dienst [6]. Die Menünamen in der Oberfläche können leicht von der übersetzten Doku abweichen (Einschätzung). Worauf du achten solltest, wenn Agenten selbstständig arbeiten, steht in KI-Agenten, die jeden Morgen selbst arbeiten; den Überblick gibt KI im Marketing.

Copilot-Kosten in drei Schritten im Griff

01

Copilot Chat
testen

02

Lizenzen
gezielt buchen

03

Limit setzen
und prüfen

Erst das Limit, dann Cowork einschalten.

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FAQ

Häufige Fragen zu den Copilot-Kosten.

Ist Microsoft Copilot im Unternehmen kostenlos?

Copilot Chat ja, für Nutzer mit berechtigendem Microsoft-365-Abonnement [1]. Copilot in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams mit Zugriff auf deine Arbeitsdaten braucht die kostenpflichtige Lizenz [1].

Kann ich Cowork ganz abschalten?

Cowork ist laut Microsoft standardmäßig aus und wird erst durch Admins eingeschaltet [5]. Über die Ausgabenrichtlinie legst du außerdem fest, welche Dienste überhaupt Credits verbrauchen dürfen [2].

Gilt die Umstellung zum 1. Dezember für mich?

Sie betrifft neue Copilot-Business-Lizenzen, die über Microsoft-Partner (CSP) gekauft werden. Deutschland ist laut Ankündigung vom 1. Oktober 2026 zunächst ausgenommen [3]. Frag bei Neukäufen deinen Partner, ob die Abrechnung aktiv ist und welches Limit gesetzt wurde (Einschätzung).

Quellen

Quellen

  1. Microsoft: „Microsoft 365 Copilot-Pläne und Preise“ (Preise Stand 13.10.2026) – microsoft.com · abgerufen 13.10.2026.
  2. Microsoft Learn: „Verwaltung von KI-Erfahrungen, die durch nutzungsbasierte Abrechnung ermöglicht werden“, aktualisiert 3. Oktober 2026 – learn.microsoft.com · abgerufen 13.10.2026.
  3. Microsoft Learn (Partner Center): „October 2026 announcements“, Abschnitt zur nutzungsbasierten Abrechnung für Copilot Business, 1. Oktober 2026 – learn.microsoft.com · abgerufen 13.10.2026.
  4. Microsoft Learn: „Understanding the user subscription license (USL) and usage-based billing (UBB)“ – learn.microsoft.com · abgerufen 13.10.2026.
  5. Microsoft Copilot Blog: „Copilot Cowork is now generally available“, 16. Juni 2026 – microsoft.com · abgerufen 13.10.2026.
  6. Microsoft Learn: „Understand usage-based billing and cost management for Copilot Credits“, aktualisiert 2. Oktober 2026 – learn.microsoft.com · abgerufen 13.10.2026.
  7. Microsoft Tech Community (Microsoft Copilot Blog): „Introducing Office in the new Microsoft Copilot app“, Oktober 2026 – techcommunity.microsoft.com/blog/microsoft-copilot-blog/introducing-office-in-the-new-microsoft-copilot-app/4561230 · abgerufen 13.10.2026.

Alle Quellen am 13. Oktober 2026 abgerufen. Preise können sich jederzeit ändern; maßgeblich ist die Microsoft-Seite zum Kaufzeitpunkt. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste.

Sebastian Ziermann

Über den Autor

Sebastian Ziermann

Ich verbinde 18 Jahre Online-Marketing mit technischer Umsetzung und unterstütze Shopify-Shops und KMU bei KI, SEO und Webprojekten.

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