Das Wichtigste vorweg
Einen Screenshot am Mac machst du mit Umschalt-Befehlstaste-3 (ganzer Bildschirm), Umschalt-Befehlstaste-4 (Ausschnitt) oder Umschalt-Befehlstaste-4 plus Leertaste (Fenster); Umschalt-Befehlstaste-5 öffnet die Bildschirmfoto-App mit Video, Timer und Speicherort [1][3]. Mit zusätzlich gedrückter Ctrl-Taste landet das Bild direkt in der Zwischenablage [1]. Bevor du ein Bildschirmfoto an eine Agentur oder einen Dienstleister schickst, deckst du Kundendaten mit einem deckenden Balken ab – verpixeln oder weichzeichnen reicht nicht immer [9].
01 / Die Tastenkürzel
Welche Tastenkombination macht welchen Screenshot am Mac?
Im Büroalltag brauchst du Screenshots meistens für eine von drei Situationen: Eine Fehlermeldung soll an die Agentur, eine Kollegin braucht eine kurze Anleitung, oder du willst einen Stand festhalten, etwa eine Bestellung im Shop-Backend. Für alle drei reicht ein Bildschirmfoto. Apple nennt es im Mac-Benutzerhandbuch so, gemeint ist dasselbe [3].
Die Tasten drückst du gleichzeitig und lässt sie dann wieder los [1]. Die Befehlstaste ist die Taste mit dem ⌘-Zeichen, die Umschalttaste die für Großbuchstaben.
- Umschalt-Befehlstaste-3: fotografiert den gesamten Bildschirm [1].
- Umschalt-Befehlstaste-4: der Zeiger wird zum Fadenkreuz. Du ziehst mit gedrückter Maus- oder Trackpad-Taste einen Rahmen auf und lässt los, um auszulösen. Mit gedrückter Leertaste verschiebst du den Rahmen, ohne seine Größe zu ändern; „Esc“ bricht ab [1].
- Umschalt-Befehlstaste-4, dann Leertaste: der Zeiger wird zur Kamera. Ein Klick auf ein Fenster oder ein geöffnetes Menü fotografiert genau dieses Element. Hältst du beim Klicken die Wahltaste, fehlt der Fensterschatten [1].
- Umschalt-Befehlstaste-5: öffnet die Bildschirmfoto-App mit Werkzeugleiste, Optionen und Videoaufnahme [1][3].
- Ctrl zusätzlich drücken: Das Bild wird nicht als Datei gesichert, sondern in die Zwischenablage kopiert, zum Beispiel mit Ctrl-Umschalt-Befehlstaste-3 [1][3].
Für Fehlermeldungen nehme ich fast immer die Fenster-Variante. Sie zeigt genau das Fenster mit der Meldung, ohne Dock, ohne Mails im Hintergrund und ohne den halben Schreibtisch (Einschätzung). Wenn die Agentur dagegen wissen muss, in welchem Menü du gerade warst, ist der ganze Bildschirm oder ein großzügiger Ausschnitt besser.
Die Kürzel lassen sich ändern. Apple beschreibt den Weg über Systemeinstellungen › Tastatur › Tastaturkurzbefehle › Bildschirmfotos [3]. In manchen Apps, etwa der Apple TV App, sind Bildschirmfotos gar nicht möglich [1].
02 / Miniatur, Zwischenablage, Speicherort
Wo landet das Bildschirmfoto, und wie änderst du das?
Standardmäßig sichert der Mac jedes Bildschirmfoto auf dem Schreibtisch, mit einem Namen nach dem Muster „Bildschirmfoto [Datum] um [Uhrzeit]“ [1]. Nach ein paar Wochen liegen dort Dutzende Dateien. Das ist unpraktisch und, wenn Kundendaten darauf zu sehen sind, auch ein Datenschutzthema (Einschätzung).
Die schwebende Miniatur nutzen
Direkt nach der Aufnahme erscheint unten rechts für einige Sekunden eine kleine Vorschau [3]. Mit ihr kannst du mehr anfangen, als viele denken:
- Klicken: öffnet ein Fenster, in dem du Markierungen zum Bildschirmfoto hinzufügst [3].
- Ziehen: legt das Bild direkt in eine E-Mail, eine Notiz, ein Dokument oder einen Finder-Ordner [3].
- Nach rechts streichen: sichert die Datei sofort [3].
- Ctrl-Klick: öffnet ein Kontextmenü, unter anderem zum Sichern in der Zwischenablage [1].
Solange der Mauszeiger über der Miniatur steht, bleibt sie sichtbar [1]. Wer sie gar nicht will, schaltet sie in der Bildschirmfoto-App unter „Optionen“ › „Schwebende Miniatur anzeigen“ ab [3].
Speicherort und Format festlegen
Öffne mit Umschalt-Befehlstaste-5 die Bildschirmfoto-App und klicke auf „Optionen“. Unter „Sichern unter“ wählst du einen der vorgegebenen Orte oder über „Anderer Speicherort“ einen eigenen Ordner [3]. Damit änderst du den Standard-Speicherort für deine Bildschirmfotos [1]. Im selben Menü stellst du einen Timer ein, blendest den Mauszeiger ein oder aus und kannst festlegen, dass sich der Mac den zuletzt gewählten Ausschnitt merkt [1][3].
Ein eigener Ordner, zum Beispiel „Bildschirmfotos“ in den Dokumenten, hält den Schreibtisch frei. Liegt dieser Ordner in einem synchronisierten Cloud-Speicher, landen auch alle Screenshots dort. Das ist bequem, aber bei Bildern mit Kundendaten solltest du bewusst entscheiden, ob du das willst (Einschätzung).
Zum Format: Bildschirmfotos werden als PNG gesichert [3]. Auf unterstützten Macs mit macOS Tahoe 26 oder neuer kannst du zwischen „SDR (Am kompatibelsten)“ mit PNG und „HDR“ mit dem Bildformat HEIF wählen [1]. HDR braucht ein HDR-Display, damit man den Unterschied sieht [3]. Für Screenshots, die an Dienstleister, ins Ticketsystem oder in eine Anleitung gehen, bleibst du besser bei SDR – Apple nennt es nicht ohne Grund „am kompatibelsten“ [1].
03 / Bildschirmaufnahme als Video
Wann ein kurzes Video mehr hilft als ein Bild.
Manche Fehler sieht man nur im Ablauf: Ein Button reagiert nicht, ein Formular springt zurück, die Seite lädt in einer Schleife. Dann ist eine Bildschirmaufnahme von 20 Sekunden für die Agentur oft aufschlussreicher als fünf Einzelbilder (Einschätzung).
Auch das Video startest du mit Umschalt-Befehlstaste-5. In der Werkzeugleiste stehen nach den Foto-Werkzeugen die Video-Werkzeuge: gesamten Bildschirm, ausgewähltes Fenster (ab macOS Tahoe 26) oder einen Bereich aufnehmen [2]. Unter „Optionen“ wählst du vor dem Start:
- Mikrofon, wenn du den Fehler beim Aufnehmen erklären willst [2].
- „Systemaudio einbeziehen“ ab macOS 27 Golden Gate, falls Töne wichtig sind [2].
- „Mausklicks anzeigen“: ein schwarzer Kreis zeigt, wo du klickst [2]. Für Fehlerberichte sehr hilfreich.
- Timer, Speicherort und Format: SDR zeichnet mit H.264 auf, HDR mit HEVC [2].
Gestartet wird mit „Aufnehmen“. Beenden kannst du über die Stopp-Taste in der Menüleiste oder mit Befehlstaste-Ctrl-Esc [2]. Die Datei heißt „Bildschirmaufnahme [Datum] um [Uhrzeit].mov“ [2]. Über die Miniatur kannst du sie vor dem Sichern kürzen [3] – sinnvoll, damit der Anfang nicht zeigt, was vorher auf dem Bildschirm war.
Alternativ geht die Aufnahme über den QuickTime Player: Ablage › „Neue Bildschirmaufnahme“ oder Ctrl-Befehlstaste-N. Erscheinen dabei die Steuerelemente der Bildschirmfoto-App, übernimmt diese die Aufnahme; sonst zeigt QuickTime ein eigenes Aufnahmefenster [2]. Nach dem Stoppen öffnet QuickTime die Aufnahme zum Abspielen, Bearbeiten oder Teilen [2].
Ein Hinweis zu Video: Was in der Aufnahme kurz aufblitzt, steht in jedem Einzelbild. Eine eingehende Mitteilung oder ein kurz geöffnetes Kundenkonto ist darin genauso lesbar wie auf einem Foto. Schaue das Video vor dem Versenden einmal komplett an (Einschätzung).
04 / Schwärzen und Datenschutz
Wie du Kundendaten vor dem Teilen sicher unkenntlich machst.
Ein Screenshot aus dem Shop-Backend oder dem CRM zeigt schnell Namen, Adressen, E-Mail-Adressen oder Bestellnummern. Die Agentur braucht diese Daten in der Regel nicht, um einen Darstellungsfehler zu verstehen. Am einfachsten ist es, sie gar nicht erst aufzunehmen: Wähle mit Umschalt-Befehlstaste-4 nur den Bereich, um den es geht.
Abdecken in der Vorschau-App
Geht es nicht ohne, öffnest du das Bild in der App „Vorschau“ und blendest die Werkzeugleiste für Markierungen ein [4]. Mit dem Werkzeug „Formen“ ziehst du ein Rechteck über die Stelle, unter „Füllfarbe“ machst du es vollflächig schwarz oder weiß [4]. Wichtig ist der Hinweis von Apple: Anmerkungen in einer Bilddatei lassen sich nach dem Sichern nicht mehr bearbeiten, bewegen oder löschen [4]. Der Balken wird also Teil des Bildes. Unwichtige Ränder schneidest du in der Vorschau zusätzlich ab [4].
Bei PDF-Dateien ist das anders. Dort bleiben Anmerkungen beim normalen Sichern bearbeitbar [5]. Ein schwarzes Rechteck über einer Rechnung im PDF ist also kein Schutz. Für PDFs gibt es in der Vorschau das Werkzeug „Auswahl des zu redigierenden Texts“: Es entfernt den gewählten Text aus der Ansicht, und nach dem Schließen des Dokuments ist die Redigierung dauerhaft [5]. Apple weist selbst darauf hin, dass Einträge im Inhaltsverzeichnis einer PDF, die auf den redigierten Text verweisen, erhalten bleiben [5].
Wie sicher ist das wirklich?
Zwei bekannte Fälle zeigen, wo die Grenzen liegen. Verpixelter Text lässt sich unter bestimmten Bedingungen zurückrechnen: Das Forschungsprojekt Depix stellt Klartext aus verpixelten Screenshots wieder her, wenn die Pixel mit einem einfachen Blockfilter erzeugt wurden und Schrift und Darstellung bekannt sind [9]. Und 2023 zeigte die Lücke „Acropalypse“, dass auf Google-Pixel-Handys zugeschnittene oder übermalte Screenshots teilweise wiederherstellbar waren, weil die Bearbeitung nur den Anfang der Originaldatei überschrieb [8]. Das betraf Google, nicht den Mac.
Meine Einschätzung für den Alltag: Ein deckender Balken in einer gesicherten Bilddatei ist für Fehlermeldungen an Dienstleister ausreichend. Wenn du ganz sicher gehen willst, machst du vom fertig geschwärzten Bild in der Vorschau einen neuen Screenshot und verschickst nur diesen. Die neue Datei enthält dann ausschließlich das, was du gesehen hast (Einschätzung). Verpixeln oder Weichzeichnen nutzt du für Kundendaten besser gar nicht.
Mitteilungen und Passwörter aus dem Bild halten
- „Nicht stören“ einschalten, bevor du ein Video aufnimmst. Den Fokus aktivierst du schnell im Kontrollzentrum [7].
- Mitteilungsvorschauen begrenzen: In den Systemeinstellungen unter „Mitteilungen“ legst du mit „Vorschauen zeigen“ fest, ob Inhalte von Mails oder Nachrichten im Banner erscheinen – „Immer“, „Wenn entsperrt“ oder „Nie“ [6].
- Beim Teilen des Bildschirms kannst du Mitteilungen über „Mitteilungen einblenden: beim Synchronisieren oder Teilen des Displays“ aussetzen [6]. Das hilft in Videocalls mit der Agentur.
- Passwörter nie im Klartext zeigen: Schließe die Passwörter-App und Tabs mit Zugangsdaten, bevor du den ganzen Bildschirm aufnimmst. Zugänge teilst du besser über eine geteilte Gruppe in der Passwörter-App statt per Screenshot (Einschätzung).
- Aufräumen: Lösche Screenshots mit Kundendaten, wenn das Ticket erledigt ist – auch im Papierkorb und im Mailverlauf (Einschätzung).
05 / Fehlermeldung an die Agentur
So sieht ein Screenshot aus, mit dem dein Dienstleister etwas anfangen kann.
Ein guter Screenshot spart oft einen Rückruf, ein unklarer führt zu mehreren Mails mit Rückfragen. Diese Punkte haben sich bewährt (Einschätzung):
- Die ganze Meldung zeigen, inklusive Fehlercode und Adresszeile des Browsers. Die URL verrät oft schon, welche Seite betroffen ist.
- Markieren statt beschreiben: Ein roter Rahmen oder Pfeil aus dem Markierungsfenster der Miniatur zeigt sofort, wo das Problem sitzt [3].
- Drei Sätze dazu: Was hast du gemacht, was hast du erwartet, was ist passiert? Plus Datum, Uhrzeit, Browser und Gerät.
- Kundendaten abdecken, wie oben beschrieben.
- Bild einfügen statt anhängen, wenn es schnell gehen soll: mit Ctrl im Kürzel in die Zwischenablage, dann mit Befehlstaste-V direkt in die Mail oder ins Ticket [1].
Wenn du solche Meldungen öfter verschickst, lohnt sich eine einheitliche Mail-Vorlage mit sauberer Signatur in Apple Mail, damit Ansprechpartner und Rückrufnummer immer dabei sind. Und falls die Fehlermeldung eher nach Schadsoftware aussieht als nach einem Bug, hilft dir der Beitrag zum Virenschutz für Macs im Büro weiter.
Screenshot in drei Schritten
01
Ausschnitt oder
Fenster wählen
02
Kundendaten
deckend abdecken
03
Mit drei Sätzen
verschicken
Ein guter Screenshot ersetzt den Rückruf.
Apple im Büro
Sollen wir eure Macs fürs Team einheitlich einrichten?
Ich stelle Speicherort, Mitteilungen und Fokus auf euren Macs sinnvoll ein und schreibe euch eine kurze Anleitung, wie ihr Fehlermeldungen datensparsam an Dienstleister schickt.
Quellen
Quellen
- Apple Support: „Screenshot auf dem Mac aufnehmen“, 21. September 2026 – support.apple.com · abgerufen 27.10.2026.
- Apple Support: „Den Bildschirm auf dem Mac aufnehmen“, 22. September 2026 – support.apple.com · abgerufen 27.10.2026.
- Apple: „Bildschirmfotos oder Bildschirmaufnahmen auf dem Mac erstellen“ (Mac – Benutzerhandbuch, macOS 27), ohne Datum – support.apple.com · abgerufen 27.10.2026.
- Apple: „Hinzufügen von Anmerkungen zu einem Bild in der Vorschau auf dem Mac“ (Vorschau – Benutzerhandbuch), ohne Datum – support.apple.com · abgerufen 27.10.2026.
- Apple: „Hinzufügen von Anmerkungen zu einer PDF-Datei in der Vorschau auf dem Mac“ (Vorschau – Benutzerhandbuch), ohne Datum – support.apple.com · abgerufen 27.10.2026.
- Apple: „Mitteilungseinstellungen auf dem Mac“ (Mac – Benutzerhandbuch), ohne Datum – support.apple.com · abgerufen 27.10.2026.
- Apple: „Fokus auf dem Mac einrichten“ (Mac – Benutzerhandbuch), ohne Datum – support.apple.com · abgerufen 27.10.2026.
- heise online: „Google Pixel: Exploit erlaubt Wiederherstellen nachträglich geänderter Bilder“, 20. März 2023 – heise.de · abgerufen 27.10.2026.
- spipm: „Depix“ – Proof of Concept zum Wiederherstellen von Klartext aus verpixelten Screenshots (Codeberg-Repository, vormals GitHub), ohne Datum – codeberg.org · abgerufen 27.10.2026.
Alle Quellen am 27. Oktober 2026 abgerufen. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste.

