Das Wichtigste vorweg
Unscharfe oder verpixelte Produktbilder sperren deine Produkte im Google Merchant Center nicht mehr: Laut aktueller Google-Hilfe laufen sie weiter in Anzeigen und kostenlosen Einträgen [1][2]. Die Mindestgröße wird dagegen strenger: Ab dem 31. Januar 2027 müssen alle Produktbilder mindestens 500 × 500 Pixel groß sein, empfohlen sind 1.500 × 1.500 Pixel [3][4]. Wer einen Shopify-Shop hat, prüft das am besten jetzt, vor Black Friday.
01 / Was sich geändert hat
Schlechte Bildqualität führt nicht mehr zur Sperre.
Google hat seinen Hilfeartikel zum Problem „Niedrige Bildqualität“ im Merchant Center angepasst. Früher stand dort sinngemäß, dass ein Produkt mit schlechtem Bild so lange nicht in Anzeigen und kostenlosen Einträgen erscheinen kann, bis die Bildqualität besser ist. Jetzt heißt es: Das Produkt wird weiterhin in Anzeigen und kostenlosen Einträgen angezeigt [1]. Als schlechte Qualität gelten unscharfe, verpixelte oder niedrig aufgelöste Bilder [1][2].
Entdeckt hat die Änderung Hana Kobzová vom PPC News Feed, berichtet haben unter anderem Search Engine Roundtable und Search Engine Watch [1][2]. Die Warnung selbst verschwindet nicht. Du findest betroffene Produkte weiter im Merchant Center, nur fliegen sie deswegen nicht mehr raus [5].
Entwarnung ist das trotzdem nur zum Teil. Search Engine Roundtable weist darauf hin, dass solche Produkte zwar sichtbar bleiben, aber vermutlich schlechter angeklickt werden [1]. Das deckt sich mit meiner Erfahrung: Im Shopping-Raster vergleicht die Kundin dein Bild direkt mit dem der Konkurrenz daneben (Einschätzung). Und zwei Regeln bleiben streng, siehe nächster Abschnitt.
02 / Was weiter gilt
500 × 500 Pixel ab dem 31. Januar 2027.
Die wichtigere Frist steht in einem anderen Hilfeartikel, „Problemlösung: Bild zu klein“. Dort schreibt Google: Alle Produktbilder müssen mindestens 500 × 500 Pixel groß sein, die neuen Anforderungen treten am 31. Januar 2027 in Kraft [3]. Bis dahin gelten die alten Mindestwerte: 100 × 100 Pixel für die meisten Produkte und 250 × 250 Pixel für Bekleidung [3]. Für YouTube-Shopping-Anzeigen auf dem Fernseher sind 500 × 500 Pixel schon heute Pflicht [3].
Seit Juli 2026 zeigt das Merchant Center Warnungen für Bilder, die zwar die alten Mindestwerte erfüllen, aber kleiner als 500 × 500 Pixel sind [3]. Google schreibt außerdem, dass es in einigen Fällen eine optimierte Version solcher Bilder ausliefert, die die neuen Anforderungen erfüllt und eine Ablehnung verhindert [3]. Darauf würde ich mich nicht verlassen, denn „in einigen Fällen“ ist keine Zusage für deinen ganzen Katalog (Einschätzung).
Die übrigen Vorgaben aus der Google-Hilfe im Überblick:
- Empfohlene Größe: mindestens 1.500 × 1.500 Pixel, damit das Bild in allen Anzeigenformaten gut funktioniert [4].
- Obergrenzen: höchstens 64 Megapixel und 16 MB Dateigröße [3][4].
- Bildaufteilung: Das Produkt soll mindestens 75 und höchstens 90 Prozent der Bildfläche einnehmen. Miniaturansichten und hochskalierte Bilder solltest du vermeiden [3][4].
- Keine Werbe-Overlays: Texte wie „Jetzt kaufen“, Preise, Versandhinweise, Werbeadjektive oder Wasserzeichen im Bild führen weiter zur Ablehnung [2][4].
Gerade der letzte Punkt ist vor Black Friday relevant. Wer für die Aktionswoche „-30 %“-Badges direkt ins Produktbild setzt, riskiert genau in der umsatzstärksten Woche abgelehnte Produkte (Einschätzung). Rabatte gehören in den Feed und auf die Produktseite, nicht ins Bild.
03 / Im Merchant Center prüfen
So findest du die betroffenen Produkte.
Google beschreibt den Weg in der Hilfe recht genau. Die folgenden Klickpfade stammen aus der deutschen Fassung [3]:
- Im Merchant Center auf Produkte klicken und den Tab Überprüfung erforderlich öffnen [3].
- Verlauf ansehen wählen und rechts nach den orangefarbenen Warnungen „Bild zu klein für die bevorstehende Durchsetzung“ und „Optimierungen der Bildauflösung angewendet“ suchen [3].
- Auf Korrektur anzeigen und dann auf Betroffene Produkte herunterladen klicken. Alternativ über das Filtersymbol über der Tabelle filtern und mit dem Download-Symbol eine CSV-Liste aller betroffenen Produkte herunterladen [3].
Für unscharfe Bilder funktioniert es genauso: Im Tab Überprüfung erforderlich filterst du nach der Problembezeichnung „Niedrige Bildqualität“ [5]. Diese Produkte bleiben zwar sichtbar, sind aber gute Kandidaten für neue Fotos.
Nach einer Korrektur kann es 24 bis 72 Stunden dauern, bis das Problem aus der Liste verschwindet [3]. Plane das ein: Wer erst in der Woche vor Black Friday Bilder tauscht, sieht den Erfolg womöglich erst nach dem Aktionswochenende.
04 / In Shopify korrigieren
Bildgrößen im Shopify-Admin prüfen und ersetzen.
Bei den meisten Shopify-Shops kommen die Produktdaten über die App Google & YouTube ins Merchant Center. Shopify verweist für diesen Vertriebskanal ausdrücklich auf die Merchant-Center-Hilfe, weil Google ihn betreibt [8]. Die Bilder holt sich der Feed aus deinen Shopify-Produkten (Einschätzung). Die Korrektur machst du also in Shopify, nicht im Merchant Center.
Shopify selbst ist großzügig: Produktbilder dürfen bis zu 5000 × 5000 Pixel beziehungsweise 25 Megapixel groß sein und müssen unter 20 MB liegen. Für quadratische Produktbilder empfiehlt Shopify 2048 × 2048 Pixel [6]. Damit liegst du deutlich über Googles Empfehlung von 1.500 × 1.500 Pixeln [4].
Kleine Bilder finden
Im Shopify-Admin gehst du zu Inhalte › Dateien. Über den Filter „Used in“ kannst du auf Produktmedien einschränken, und die Liste lässt sich nach Dateigröße sortieren, mit den kleinsten zuerst [7]. Nach Pixelmaßen filtern lässt sich dort laut Hilfe nicht [7]. Die Dateigröße ist aber ein brauchbarer erster Hinweis, denn sehr kleine Dateien sind oft auch klein in den Abmessungen (Einschätzung). Genauer ist die CSV aus dem Merchant Center: Sie nennt dir die Produkte, die Google tatsächlich bemängelt [3].
Bilder ersetzen
Auf der Seite Dateien kannst du ein Bild durch ein neues ersetzen. Dateiname und URL bleiben dabei gleich, das neue Bild muss aber dasselbe Format haben, also JPG durch JPG [7]. Das ist praktisch, weil die Änderung überall gilt, wo die Datei verwendet wird [7]. Ein hochskaliertes Foto ist keine Lösung, Google rät ausdrücklich davon ab [3]. Besser ist ein neues Foto oder die Originaldatei in voller Größe.
Wenn dir keine größeren Originale vorliegen, nennt Google Product Studio. Damit lassen sich die Auflösung erhöhen, Hintergründe entfernen und Szenen erzeugen. Das Tool gibt es im Merchant Center und in der Google & YouTube App in Shopify [3][4]. Für die wichtigsten Bestseller würde ich trotzdem neu fotografieren, weil KI-hochgerechnete Details bei Stoffen und Materialien nicht immer stimmen (Einschätzung).
05 / Messen
Woran du siehst, ob sich die Arbeit lohnt?
Ich würde zwei Zahlen beobachten (Einschätzung):
- Anteil der Produkte mit Bildwarnung: Anzahl der Zeilen in der heruntergeladenen CSV geteilt durch die Zahl deiner aktiven Produkte. Ziel bis Mitte Januar: null Produkte mit „Bild zu klein für die bevorstehende Durchsetzung“.
- Klickrate der Shopping-Einträge: Vergleiche Klicks durch Impressionen der überarbeiteten Produkte vier Wochen vor und nach dem Bildtausch, getrennt nach Anzeigen und kostenlosen Einträgen.
Wichtig: Rund um Black Friday steigen Impressionen und Klicks ohnehin. Ein fairer Vergleich gelingt eher mit einer Gruppe überarbeiteter Produkte gegen eine Gruppe unveränderter (Einschätzung). Wie du die Wochen bis zur Aktion insgesamt planst, steht im Black-Friday-Fahrplan für Shopify. Für den Checkout passt dazu die Anleitung Apple Pay, Google Pay und Shop Pay in Shopify. Und wenn du dich fragst, wie Google deine Produktdaten künftig auch für KI-Einkäufe nutzt, lies Googles UCP und Shopify.
Bildcheck in drei Schritten
01
Liste im Merchant
Center laden
02
Bilder in
Shopify ersetzen
03
Warnungen und
Klicks messen
Bestseller vor Black Friday, den Rest bis Ende Januar.
Shopify-Check
Soll ich deinen Produktfeed vor Black Friday prüfen?
Ich gehe die Warnungen in deinem Merchant Center durch, prüfe Bilder und Feed aus der Google & YouTube App und richte eine einfache Messung der Shopping-Klicks ein.
FAQ
Häufige Fragen zu Produktbildern im Merchant Center.
Werden Produkte mit unscharfen Bildern noch abgelehnt?
Nein, nicht wegen der Bildqualität allein. Laut Google-Hilfe werden sie weiterhin in Anzeigen und kostenlosen Einträgen gezeigt [1][2]. Zu kleine Bilder und Werbe-Overlays können aber weiterhin zur Ablehnung führen [3][4].
Welche Bildgröße sollte ich in Shopify hochladen?
Google verlangt ab 31. Januar 2027 mindestens 500 × 500 Pixel und empfiehlt mindestens 1.500 × 1.500 Pixel [3][4]. Shopify empfiehlt für quadratische Produktbilder 2048 × 2048 Pixel [6]. Damit bist du bei beiden auf der sicheren Seite.
Was passiert mit Bildern unter 500 × 500 Pixeln bis Ende Januar?
Bis zum 31. Januar 2027 gelten noch 100 × 100 Pixel, bei Bekleidung 250 × 250 Pixel. Kleinere Bilder darüber erzeugen eine Warnung, aber noch keine Ablehnung [3].
Quellen
Quellen
- Search Engine Roundtable: „Google: Poor Image Quality Won't Stop Products From Showing In Search Or Ads“, Oktober 2026 – seroundtable.com · abgerufen 13.10.2026.
- Search Engine Watch: „Google updates Merchant Center product image quality guidelines“, Oktober 2026 – searchenginewatch.com/google-updates-merchant-center-product-image-quality-guidelines/ · abgerufen 13.10.2026.
- Google Merchant Center-Hilfe: „Problemlösung: Bild zu klein“ – support.google.com · abgerufen 13.10.2026.
- Google Merchant Center-Hilfe: „Bildlink [image_link]“ – support.google.com · abgerufen 13.10.2026.
- Google Merchant Center-Hilfe: „Problemlösung: Niedrige Bildqualität (Bildlink)“ – support.google.com · abgerufen 13.10.2026.
- Shopify Help Center: „Product media types“ – help.shopify.com · abgerufen 13.10.2026.
- Shopify Help Center: „Uploading and managing files“ – help.shopify.com · abgerufen 13.10.2026.
- Shopify Help Center: „Google & YouTube“ – help.shopify.com · abgerufen 13.10.2026.
Alle Quellen am 13. Oktober 2026 abgerufen. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste.

