Apple Tech News

13. Oktober 2026

ca. 8 Min. Lesezeit

Apple Business Manager heißt jetzt Apple Business: So verwaltest du Firmen-iPhones und Macs zentral und steuerst die iOS-Updates

Seit April 2026 heißt Apple Business Manager Apple Business. So richtest du die kostenlose Geräteverwaltung für 3 bis 30 Firmengeräte ein und legst fest, wann iOS 27 und die nächsten Updates installiert werden.

Sebastian Ziermann

18 Jahre Online-Marketing · Beratung & Umsetzung

Mitarbeiter richtet im Büro mehrere neue Smartphones und einen Laptop für das Team ein – Geräteverwaltung mit Apple Business

In diesem Artikel

Schon eine Aufgabe im Kopf?

Das Wichtigste vorweg

Apple Business Manager gibt es seit dem 14. April 2026 nicht mehr unter diesem Namen: Apple hat ihn mit Business Essentials und Business Connect zu „Apple Business“ zusammengelegt, und die Plattform ist laut Apple kostenlos [1]. Auch in Deutschland ist die eingebaute Geräteverwaltung enthalten, mit der du Firmen-iPhones und Macs ohne separate MDM-Software einrichtest und Updates zeitlich steuerst [2][9]. Für Betriebe mit 3 bis 30 Geräten ist das der einfachste Einstieg, gerade jetzt, wo iOS 27 auf den Geräten ankommt.

01 / Was sich geändert hat

Aus drei Apple-Diensten wird einer.

Bis April gab es drei Angebote: Business Manager für Geräte und Apps, Business Essentials als bezahlte Geräteverwaltung (nur USA) und Business Connect für Apple Karten. Seit dem 14. April 2026 heißen alle drei Apple Business [1].

Wer schon einen Account hatte, muss nichts neu anlegen. Beim ersten Anmelden mit dem alten Business-Manager- oder Business-Connect-Zugang wird die Organisation zu Apple Business übertragen; danach ist eine Anmeldung in den alten Oberflächen nicht mehr möglich [3].

Für Deutschland nennt Apple unter anderem die eingebaute Geräteverwaltung, verwaltete Apple Accounts, den Kauf von Apps in Stückzahlen, die Zero-Touch-Einrichtung sowie die Marken- und Standortverwaltung [2]. Nicht dabei sind E-Mail, Kalender und Firmenverzeichnis, zusätzlicher iCloud-Speicher und AppleCare+ for Business; das gibt es bisher nur in den USA [2].

02 / Kosten

Was Apple Business kostet?

Apple beschreibt Apple Business als kostenlosen Dienst, verfügbar in den USA und mehr als 200 weiteren Ländern und Regionen [1]. Das gilt ausdrücklich auch für die eingebaute Geräteverwaltung, die vorher nur als Abo in Business Essentials in den USA zu haben war. Essentials-Kunden zahlen seit dem 14. April keine Monatsgebühr mehr für die Geräteverwaltung [1].

Kosten entstehen an anderen Stellen: iCloud-Speicher und AppleCare+ for Business sind bezahlte Zusatzangebote, bisher nur in den USA [1][2]. Kaufpflichtige Apps zahlst du pro Lizenz; wie das bei App-Abos für mehrere Plätze läuft, steht in App-Abos für das ganze Team. Ein externes MDM wie Jamf, Mosyle oder Intune kostet zusätzlich die Lizenz des Anbieters (Einschätzung).

03 / Einrichtung

So richtest du Apple Business für deinen Betrieb ein.

Organisation anlegen und verifizieren

Auf business.apple.com wählst du „Jetzt anmelden“ und gibst Name, Website und Adresse der Firma ein. Den ersten Administrator-Account legst du mit dem echten Namen einer Person an, nicht als „IT-Koordinator“ [3]. Seine E-Mail-Adresse darf nicht von einer Domain stammen, die schon eine andere Organisation bei Apple bestätigt hat [3].

Anschließend hast du 60 Tage Zeit, die Organisation zu verifizieren, sonst löscht Apple sie samt Daten. Du brauchst zwei Nachweise, die Prüfung kann bis zu fünf Werktage dauern [3]. Zur Auswahl stehen unter anderem eine D-U-N-S-Nummer, ein TXT-Eintrag im DNS deiner Domain und Dokumente wie Mietvertrag oder Betriebskostenabrechnung [3]. Für kleine Betriebe ohne D-U-N-S-Nummer ist die Kombination aus Domain und Dokument oft der schnellste Weg (Einschätzung).

Verwaltete Apple Accounts für das Team

Jede Mitarbeiterin bekommt einen verwalteten Apple Account, der der Firma gehört. So bleiben Firmendaten getrennt von privaten Daten [4]. Du kannst die Accounts von Hand anlegen oder mit Google Workspace oder Microsoft Entra ID verbinden, dann melden sich alle mit ihrem bestehenden Firmenlogin an [4]. Wichtig: Jeder verwaltete Account muss eindeutig sein und darf nicht mit einem bestehenden privaten Apple Account kollidieren [4].

Geräte zuweisen

Die eingebaute Geräteverwaltung schaltest du unter Geräte › Verwaltungsdienste mit „Turn on included device management“ ein; Apple beschreibt die Schritte bisher mit englischen Menünamen [6]. Welcher Weg für ein Gerät passt, hängt davon ab, wem es gehört [5]:

  • Neues Firmengerät: Kaufst du bei Apple oder einem teilnehmenden Händler und hinterlegst Kunden- oder Händlernummer in Apple Business, erscheint das Gerät automatisch. Beim ersten Einschalten meldet sich die Person mit ihrem verwalteten Account an, und das Gerät ist vollständig verwaltet und betreut („supervised“) [5].
  • Firmengerät, das schon im Einsatz ist: Hier gibt es eine Anmeldung über den Account, bei der private und Firmendaten getrennt bleiben. iPhones sind dabei nicht betreut, Macs schon [5]. Alternativ fügst du das Gerät mit der App Apple Configurator auf einem iPhone hinzu; dabei wird es gelöscht [7].
  • Privates Gerät (BYOD): Dafür ist die Benutzerregistrierung gedacht. Die Firma hat dabei nur eingeschränkten Zugriff, Firmendaten werden beim Entfernen des Profils gelöscht [5].

Apps und Einstellungen verteilst du danach über sogenannte Blueprints an Gruppen, zum Beispiel „Büro“ und „Lager“ [1]. Willst du am Mac auch Apple Intelligence gezielt einschränken, findest du die Hintergründe in Apple Intelligence am Firmen-Mac deaktivieren.

04 / Updates steuern

iOS 27 und die nächsten Updates im Griff behalten.

Der Zeitpunkt ist günstig. iOS 27 ist seit dem 14. September draußen, und seit dem 8. Oktober zeigt Apple iPhones mit iOS 26 das Update auf iOS 27.0.1 an prominenter Stelle an [12][13]. Am 23. Oktober kommt das iPhone Duo mit iOS 27.1 in den Handel [11]. Parallel testet Apple seit dem 16. September schon iOS 27.2 als Beta [11]. Ob iOS 27.1 auch auf bestehende iPhones kommt, hat Apple nicht gesagt. Plane deshalb mit Regeln, die für jedes Update gelten (Einschätzung).

Das erledigt in Apple Business eine Konfiguration namens „Software Update“ unter Geräte › Konfigurationen [9]. Es gibt zwei Varianten:

  • Empfohlener Zeitplan: Mitarbeitende werden 14 Tage lang auf ein großes Upgrade und sieben Tage lang auf ein kleineres Update hingewiesen. Am letzten Tag um 17 Uhr Ortszeit installiert das Gerät automatisch [9].
  • Eigener Zeitplan: Du legst fest, wie viele Tage ein Update verborgen bleibt und wie lange danach erinnert wird, bevor es zu einer festen Uhrzeit erzwungen wird [9]. Apple erlaubt beim Zurückhalten allgemein 1 bis 90 Tage und empfiehlt, neue Versionen zuerst mit einer Testgruppe zu prüfen [10].

Ein Haken: Updates verzögern kannst du auf iPhone und iPad nur, wenn sie über die automatische Geräteregistrierung eingebunden sind. Ein festes Datum erzwingen geht dagegen auch bei Firmen-iPhones, die über den Account angemeldet wurden [9]. Die Erinnerungen ignorieren den Nicht-stören-Modus. Am Mac werden zum Stichtag alle offenen Apps beendet, Apple warnt selbst vor Datenverlust [9].

Meine Faustregel für kleine Teams (Einschätzung): ein oder zwei Testgeräte ohne Verzögerung, alle anderen mit drei bis sieben Tagen Verzögerung und einem Pflichttermin am Abend. Bei bereits ausgenutzten Sicherheitslücken verkürzt du die Frist, siehe So hältst du die Firmen-iPhones deines Teams aktuell.

05 / Grenzen

Wann ein externes MDM trotzdem sinnvoll ist.

Apple Business ist für die Apple-Geräte einer Firma gebaut [1]. Laufen in deinem Betrieb auch Windows-Laptops oder Android-Handys, brauchst du für diese ohnehin ein anderes Werkzeug (Einschätzung). Apple Business lässt sich mit mehreren Verwaltungsdiensten verbinden und Geräte einzeln zuordnen. Apple empfiehlt sogar, Anbieter erst mit wenigen Testgeräten auszuprobieren [8].

Für eine Handvoll iPhones und Macs reicht die eingebaute Verwaltung meist: WLAN, Codesperre, FileVault, Apps und Updates sind abgedeckt (Einschätzung). Ein externes MDM lohnt sich eher bei Fernwartung, detaillierten Berichten oder gemischten Geräten (Einschätzung). Den Kartenteil von Apple Business, also den Eintrag in Apple Karten, behandelt der Beitrag Apple Business Connect.

Apple Business in drei Schritten

01

Firma
verifizieren

02

Accounts und
Geräte zuweisen

03

Update-Plan
festlegen

Verifizierung zuerst starten, sie dauert bis zu fünf Werktage.

Apple Business einrichten

Soll ich eure Firmen-iPhones und Macs einbinden?

Ich richte Apple Business für deinen Betrieb ein, verbinde die Accounts mit Google Workspace oder Microsoft 365, binde die Geräte ein und lege einen Update-Plan fest, der zu euren Arbeitszeiten passt.

FAQ

Häufige Fragen zu Apple Business.

Gibt es Apple Business Manager noch?

Nein, nicht unter diesem Namen. Seit dem 14. April 2026 sind die Funktionen Teil von Apple Business [1]. Bestehende Organisationen werden beim ersten Anmelden übertragen [3].

Brauche ich eine D-U-N-S-Nummer?

Nicht zwingend. Du brauchst zwei Nachweise; neben der D-U-N-S-Nummer akzeptiert Apple zum Beispiel einen DNS-Eintrag deiner Domain oder offizielle Dokumente [3].

Quellen

Quellen

  1. Apple Newsroom: „Introducing Apple Business — a new all-in-one platform for businesses of all sizes“, 24. März 2026 – apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  2. Apple Support: „Apple Business feature availability“ – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  3. Apple Support: „Deine Organisation anmelden und bestätigen“ (Apple Business – Benutzerhandbuch), 14. April 2026 – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  4. Apple Support: „Intro to Managed Apple Accounts in Apple Business“ – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  5. Apple Support: „Enrollment methods for built-in device management“, 14. April 2026 – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  6. Apple Support: „Manage the built-in device management service in Apple Business“, 14. April 2026 – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  7. Apple Support: „Add devices using Apple Configurator to Apple Business“, 14. April 2026 – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  8. Apple Support: „Intro to device management services in Apple Business“, 14. April 2026 – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  9. Apple Support: „Create a Software Update configuration in Apple Business“, 29. Juli 2026 – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  10. Apple Platform Deployment: „Install and enforce software updates for Apple devices“, 24. September 2025 – support.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  11. Apple Developer News: „Get ready with the latest beta releases“, 16. September 2026 – developer.apple.com · abgerufen 13.10.2026.
  12. MacRumors (Joe Rossignol): „iOS 27.1: New Features to Expect and Release Date“, 14. September 2026 – macrumors.com · abgerufen 13.10.2026.
  13. MacRumors: „Apple Now Pushing iPhone Users Still on iOS 26 to Install iOS 27“, 8. Oktober 2026 – macrumors.com · abgerufen 13.10.2026.

Alle Quellen am 13. Oktober 2026 abgerufen. Aussagen ohne belastbare Quelle sind im Text als Einschätzung gekennzeichnet; die Ziffern in eckigen Klammern verweisen auf die Nummern dieser Liste.

Sebastian Ziermann

Über den Autor

Sebastian Ziermann

Ich verbinde 18 Jahre Online-Marketing mit technischer Umsetzung und unterstütze Shopify-Shops und KMU bei KI, SEO und Webprojekten.

Vom Lesen ins Machen

Was könnte KI
dir abnehmen?

Erzähl mir, welche Aufgabe in deinem Marketing immer wieder Zeit kostet. Gemeinsam schauen wir, wo ein sinnvoller Einstieg liegt.

Ein guter Anfang

  1. Was möchtest du vereinfachen?
  2. Welche Tools nutzt du bereits?
  3. Wie sähe ein gutes Ergebnis aus?

Du brauchst noch keine fertige Lösung. Ein konkretes Anliegen reicht für den ersten Austausch.